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Leserbrief

Liechtensteiner Milch zu 30 Prozent bio

Leopold Schurti, Forsthof 50, Triesen | 15. Mai 2021

Aber, aber, Klaus, als ich gestern im «WirtschaftRegional» vom «Vaterland» den Bericht «Die Spielräume der Agrarpolitik nutzen» gelesen habe, ist mir wieder einmal der Kaffee kalt hochgekommen. Deine Aussagen nerven unendlich. Es stimmt halt nie so ganz, was Du zu Protokoll gibst. Oder nervt es mich und andere nur so, weil man halt merkt, dass das Mass aller Dinge ist, wenn’s für Dich stimmt?
Deine Berechnungen sind immer, wie Du sie brauchst. Im erwähnten Beitrag wirst Du zitiert, bei uns seien die grössten Milchproduzenten Bio-Betriebe. Das ist ganz einfach falsch. Der Produzenteninformation des Milchhofs vom April 2021 ist zu entnehmen, dass im März rund 36 Prozent der FL-Milch auf Biobetrieben gemolken wurde. Ist es nicht kurios, dass Du nicht sagst, was Tatsache ist, dass zum Beispiel zwei der grössten Milchproduzenten (Bangshof, Telsermilch) keine Biomilch-Produzenten sind, aber Direktvermarkter und deshalb in der Statistik des Milchhofs nicht berücksichtigt werden? Wenn man genau hinschaut, wird in unserem Land etwa 30 Prozent Biomilch produziert. Es ergibt ein falsches Bild, wenn Du sagst, die grössten Milchproduzenten seien Bio-Betriebe.
Ich bin auch dafür, dass wir in Liechtenstein die Agrarpolitik mit Augenmass und auf unsere Verhältnisse zugeschnitten gestalten. Ich freu mich aber auch schon auf den Tag, an dem unsere Politik (und auch die Presse) Dir nicht mehr jede verdrehte Halbwahrheit aus der Hand frisst.

Leopold Schurti, Forsthof 50, Triesen

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