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Leserbrief

«Lassen Sie sich impfen und nehmen Sie Rücksicht»

Silvio Bühler, Gruabastrasse 14, Triesenberg | 14. Mai 2021

Sendung vor einigen Tagen auf 3sat: Ein Schweizer Arzt mit schwangerer Frau in seiner Praxis. Die schwangere Frau sagt: «Ich lasse mich sofort impfen, sobald ich dran komme.» Frage des TV Journalisten an den Arzt: «Ist es nicht gefährlich, Schwangere zu impfen, es gibt absolut keine Erkenntnisse über eventuelle Folgeschäden an schwangeren Frauen und schon gar nicht betreffend den Kindern, die diese Frauen unter ihrem Herzen tragen?» Antwort vom Arzt: «Je mehr schwangere jetzt geimpft werden, umso schneller und umso mehr Informationen erhalten wir über die Verträglichkeit.» Somit werden jetzt schon «Versuche» an schwangeren Frauen durchgeführt? Betreffend Tierversuchen wird/wurde von Tierschützern immer energisch protestiert.
«Lassen Sie sich impfen und nehmen Sie Rücksicht», war in einem Artikel («lie:zeit», 5/21) von Frau Ruth Kranz zu lesen. Impfen verhindere schwere Verläufe zu 100 Prozent. Mit welchen Fakten rechtfertigt Frau Kranz ihre Behauptung? Nicht einmal die Impfstoffe allgemein betreffend gibt es Langzeitstudien. Dann von 100 Prozent zu sprechen, ist von einer Ärztin schon ein «starkes Stück». Oder gar eher kriminell?
1989 war ich wegen eines Krebsleides im Kantonsspital St. Gallen. Mein behandelnder Arzt war Prof. Dr. med. Hans-Jörg Senn. Dieser war dazumal eine Koryphäe in der Krebsforschung weltweit. «Kann ich nach all den Chemotherapien weiterleben», war meine Frage an den Arzt. «Herr Bühler, sie sind ein junger starker Mann, die Chemos werden sehr wahrscheinlich eine harte Zeit für Sie werden, versprechen jedoch kann ich ihnen nichts», war seine Antwort. 1989 war die Krebsforschung schon viel viel weiter, als die heutigen Erkenntnisse betreffend Impfstoffe.
Eine Heilung überhaupt, gar eine 100-prozentige wurde mir nicht versprochen. Frau Kranz jedoch verspricht 100 Prozent. Das Einzige, was mit hundertprozentiger Sicherheit gesagt werden kann ist, dass wir nicht ewig leben.
Frau Kranz, vielleicht sollten Sie solche Artikel in Zukunft besser unter einem Pseudonym veröffentlichen. Dann könnten Sie vermutlich Ihren Namen bewahren und wir Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner müssten uns im Ausland über die Präsidentin der FL Ärztekammer nicht «fremdschämen».

Silvio Bühler, Gruabastrasse 14, Triesenberg

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