Leserbrief

«In einem so reichen Land wie Liechtenstein lässt man die Alten schon fast verhungern»

Susanne Ospelt, Rüfestrasse 11, Schaanwald | 30. April 2021

Zum Leserbrief von Hansrudi Sele, «AHV-Renten haben viel an Wert verloren», erschienen im «Volksblatt» vom 29. April:
Sie haben vollkommen recht, Herr Sele. Aus lauter Angst, dass die Renten auch ins Ausland gehen, werden die Renten nicht erhöht. Für jeden Mist gibt der Staat Steuergelder aus. Aber für die, die es brauchen, bleibt nichts übrig. Grosse Reden über Pflegekräfte für die Alten. Im Alter so lange zu Hause bleiben können, wie man möchte. Alterswohnungen müssen her. Aber ja kein Geld zum Leben. Wohnungen werden teurer. Lebensunterhalt, Krankenkasse etc. Aber das ist anscheinend kein Grund für die Rentenerhöhung. Einerseits spricht die Regierung von Rentnern, als wären sie ein besonderes Gut, aber ganzheitlich für sie zu sorgen, wird mit allen Mitteln abgetan.
Die Regierung spricht von einem guten Sozialsystem in Liechtenstein. So was Lächerliches. Wahrscheinlich sind die Sozialberichte sehr verschönert worden. Sonst gäbe es nicht so viele Missstände im sozialen Bereich. Für eine S-Bahn hätte man das Geld regelrecht den Österreichern geschenkt. Aber für die eigenen Leute im Land will man nichts ausgeben. Einerseits spricht man von den anscheinend vielen Verstorbenen durch Corona. Obwohl der grösste Teil ja schon sehr alt und vorerkrankt war. Da macht die Regierung ein Affentheater daraus. Aber dass die Rentner ein anständiges Leben führen können, da rennt die Regierung aber ganz schnell davon. Von dem wollen die nichts hören und sehen. In einem so reichen Land wie Liechtenstein lässt man die Alten schon fast verhungern. Ist dies das Ziel der Regierung? Wie lange lügt ihr uns noch an? Ist ja nicht so, dass dies die einzige Lüge ist, die wir immer wieder von der Regierung bekommen.
Lasst endlich die alten Menschen ein angenehmes Leben haben. Es sind nicht alle reich hier im Land. Es können nicht alle Kinder ihre Eltern unterhalten. Auch wenn sie das noch gerne tun würden.

Susanne Ospelt,
Rüfestrasse 11, Schaanwald

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