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Leserbrief

... und noch einmal Landgasthof Mühle

Adolf Heeb, Im Rehwinkel 8, Vaduz | 29. April 2021

Da liest man in den beiden Landeszeitungen letzte Woche, dass der Vaduzer Gemeinderat einen Kredit von 5,83 Millionen Franken genehmigte, für die Sanierung der Hofstätte 35/37, um dieses « Doppelwohnhaus» der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Nichts gegen den Erhalt von historischen und denkmalgeschützten Bauten, aber die Verhältnismässigkeit zu erhaltenswürdigen oder zweckgebundenen Bauten sollte deshalb nicht verloren gehen.
Da steht auf der anderen Seite ein Landgasthof, den viele Bürger wieder eröffnet sehen wollten, und der Gemeinderat hat hierfür kein Gehör. Auf der einen Seite wird mit grosser Kelle angerichtet, auf der anderen Seite soll mit viel Geld ein schöner, renovationsbedürftiger Landgasthof plattgewalzt werden. So zumindest stellt sich die heutige Situation dar.
Eine smarte Renovation des Landgasthofs, für die für den Rückbau budgetierten 1,23 Millionen Franken, könnte ein absolut den heutigen Ansprüchen genügender Gastrobetrieb wieder eingerichtet werden. Das bestätigen auch Fachleute, die sich mit diesem Projekt auseinander gesetzt haben.
Ich frage mich, hat der Gemeinderat nicht mehr den Mut, den gefällten Entscheid zum Rückbau nochmals zu hinterfagen, den vielen Stimmen, die sich für den Erhalt zwischenzeitlich ausgesprochen haben, Rechnung zu tragen?
Hat der Gemeinderat den Mut umzusteigen und auf eigene Faust eine Gemeindeabstimmung zu veranlassen, die dann für die Gemeinde wie auch für die vielen Freunde und Gäste des ehemaligen Landgasthofs Mühle eine klare und dem Volkswillen entsprechende Entscheidung bringen würde?
Mit einer mutigen Umkehr in diesem Sinne würde dem Gemeinderat kein Zacken aus der Krone fallen, aber er könnte damit wieder einmal eine Verhältnismässigkeit seiner Ausgabenpolitik in Sachen Bauten herstellen.

Adolf Heeb,
Im Rehwinkel 8, Vaduz

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