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Leserbrief

Der Vaduzer Rheindamm

Für einen offenen Rheindamm Hansrudi Sele, Karlheinz Ospelt, Heinz Beck, Günter Frommelt,... | 28. April 2021

Der Gemeinderat hat beschlossen: Der Rheindamm soll teils ausgebaut, teils gesperrt werden. Ein Referendum soll das wieder verhindern. Der Rheindamm ist seit Jahren als Umfahrungsstrasse und als Sammelstrasse de facto und in den Verkehrsplänen seit 1999 erfasst. Er ist die einzige Umfahrung und soll gemäss allen bisherigen Plänen so lange erhalten bleiben, bis eine andere Umfahrung erstellt ist. Auch die Regierung hat das 2018 genehmigt.
Es gibt heute fünf Radwege zwischen dem Giessen und dem Rhein: Weg entlang Giessen, Haberfeldweg, Binnendamm, Rheindamm und Wuhrweg. Dazu kommt der Rheindamm auf Schweizer Seite und der von der Gemeinde Vaduz neu geplante zusätzliche Radweg entlang dem Binnenkanal im Haberfeld, somit wären es sieben Radwege, welche zur Verfügung stehen!
Ausser dem Rheindamm sind alle anderen Wege für Autos gesperrt, sodass dem Gemeinderat zahlreiche Varianten für den Ausbau von Radwegen zur Verfügung stehen, ohne dass der Rheindamm für den Autoverkehr gesperrt werden muss. Es hat sich gezeigt, dass die erwarteten Frequenzen von Radfahrern bei der Vaduzer Radbrücke über den Rhein bei Weitem nicht erreicht wurden. Der offizielle Grund, weshalb der Rheindamm für den Autoverkehr gesperrt werden sollte, war eine falsche Annahme.
Nach nunmehr zwei Jahren seit der Petition hat der Gemeinderat unseren Vorschlag beschlossen: Das Teilstück obere Rüttigass (Gymnasium) bis Lochgasse soll gesperrt, der Rheindamm von der Lochgasse bis zur Lettstrasse (Bereich Stadion) jedoch sicher ausgebaut werden. Dieser Vorschlag, den wir 2019 im Gemeinderat präsentiert hatten, ist die Lösung für alle: Vaduz hat – wie vom Verkehrsrichtplan gefordert – eine sichere Umfahrung, die Radfahrer haben mehrere sichere Radwege und es ist ein Kompromiss! Für 2,8 Mio. Franken hat die Gemeinde nun die Lösung präsentiert.
Jetzt soll das Ganze aber wieder verhindert und die teuren Planungen obsolet werden, weil seitens der FBP-Fraktion das Referendum gegen die von ihr mitbeschlossene Lösung ergriffen wird! In den Pressekommentaren zu diesem Rheindammreferendum ist von «Kniff» und «Trick» die Rede. Wer also für eine sichere Umfahrungsmöglichkeit für das Zentrum mit Nadelöhr Herrengasse steht, darf das Referendum nicht unterstützen.
Viele Gemeinden planen Umfahrungen zur Entlastung der Zentren! Das Referendum hingegen will die ausgearbeitete Vaduzer Lösung wieder zunichte machen. Ohne Rheindamm werden die Quartiere entlang der Landstrasse belastet und dort Unfälle geradezu provoziert. Wer übernimmt die Verantwortung dafür? Wer übernimmt auch die Verantwortung, wenn der ganze Verkehr ins Zentrum gelenkt wird, wenn der Rheindamm nicht mehr genutzt werden kann? Wie verträgt sich die damit verbundene Verkehrsverdichtung im Zentrum mit den Bemühungen für eine attraktive Zentrumsgestaltung?

Für einen offenen Rheindamm
Hansrudi Sele, Karlheinz Ospelt, Heinz Beck, Günter Frommelt, Ernie Walser, Jürgen Nigg, Dr. Norman Meier, Markus Bürgler, Marc Andexlinger, Rigobert Wolf, Franz Wachter, Dr. Gert Risch, Mario Zandanell, Thomas Wille, Toni Amann

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