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Leserbrief

Guten Tag Frau Büchel Meier!

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 24. April 2021

Zum Leserbrief «Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen» von Gabi Büchel Meier, «Volksblatt» vom 23. April:
Keine Angst, ich werfe nicht den ersten Stein. Auch akzeptiere ich, dass Ihnen der beanstandete Umgangston offenbar passend erscheint. Mir gefällt diese Art trotzdem nicht.
Zu Ihrer Frage betreffend die menschenverbindende Kommunikation im Zusammenhang mit meinen Leserbriefen. Es kommt darauf an, was Sie darunter verstehen. Der Imperativ (Befehlsform) lässt jedenfalls keine menschenverbindende Kommunikation zu. Unter menschenverbindender Kommunikation verstehe ich u. a. einen Dialog, auch wenn dieser kontrovers verläuft. Man muss sich nicht lieben, um menschenverbindend kommunizieren zu können. Ein Befehl ist jedenfalls nicht verbindend und gehört zur Einwegkommunikation. Hinzu kommt die Tatsache, dass in meinen Leserbriefen keine derart harschen Befehle zu finden sind. Ebenfalls kann ich Ihnen sagen, dass meine Leserbriefe immer wieder zur Diskussion anregen – sich Menschen im Gespräch verbinden.
Es ist gut, dass persönliche Meinungsäusserungen unterschiedlich wahrgenommen werden. Das Recht auf freie Meinungsäusserung steht allen zu. Allerdings generiert dieses Recht nicht den Freibrief, in einer solchen Funktion Befehlshaber über die Mitmenschen zu sein.
Ja, auch ich bin froh, dass in Liechtenstein Meinungs- und Pressefreiheit herrschen. Wenn der Imperativ allerdings in einem demokratischen Land zum Werkzeug von staatlich subventionierten Schreibenden gehört, ist deren Qualifikation zu hinterfragen.
Apropos, der entsprechende Leserbrief generierte diverse positive Rückmeldungen. Von Alt, Jung, Mann, Frau, Bekannten, Unbekannten erhielt ich Anrufe, Nachrichten in unterschiedlicher Form und sogar Blumen. Dankeschön!
In dieser Sache werde ich mich nicht mehr via Leserbrief äussern. Sie können mich ggfs. privat kontaktieren. Danke fürs Verständnis.

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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