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Leserbrief

Vom Schweizerischen Presserat

Norman Wille, Auring 9, Vaduz | 22. April 2021

Dass Leserbriefe nicht immer, oder nicht in der vollen Länge, veröffentlicht werden, ist ein lang bekanntes Ärgernis, nicht nur in der liechtensteinischen Medienlandschaft. Ich nehme den Hinweis von Herrn Hans Frommelt, Triesen, gerne auf, dass unzufriedene Leserbriefschreiber sich jederzeit auch an den Schweizerischen Presserat wenden können, der sich diesen Reklamationen kostenlos annimmt. Kostenlos ist richtig. Damit hat es sich dann aber auch schon. Ich habe im September 2020 eine ebensolche Reklamation an den Schweizerischen Presserat geschickt, in dem ich moniert habe, dass das «Liechtensteiner Vaterland» einen meiner Leserbriefe nicht veröffentlicht hat. Ich habe dies ausführlich begründet in der Annahme, dass zumindest auf die Begründung eingetreten wird. Nach vier Monaten Wartezeit habe ich mich nach dem Stand der Dinge erkundigt. Die lustlose Antwort kam drei Tage später: «Sie haben nie eine Beschwerde beim Schweizerischen Presserat eingereicht.» Gut, das hätte sein können. Eine Nachfrage bei meinem privaten Archiv hat dann aber ergeben, dass ich sehr wohl eine Eingabe gemacht habe. Tatsächlich kam dann zwei Tage später der Hinweis, meine Beschwerde werde «zeitgerecht» behandelt werden. Weitere zwei Monate später dann ein Schreiben des Schweizerischen Presserates in meinem Briefkasten. Ich möchte nicht langatmig werden und euch allen der langen Rede kurzer Sinn nicht vorenthalten: Dem Schweizerischen Presserat liegt es grundsätzlich frei, auf eine Beschwerde hinsichtlich eines Leserbriefes einzutreten. Oder es auch nicht zu tun. In meinem Fall haben sie es nicht getan. So viel zum Schweizerischen Presserat. Besten Dank.

Norman Wille,
Auring 9, Vaduz

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