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Leserbrief

Die Bratwurst und der Burger

Ludwig Schädler, Spennistrasse 43, Triesenberg | 7. April 2021

Im «Vaterland» vom letzten Donnerstag sagt der Landestierarzt zur Tierquälerei auf einem Bauernhof im Unterland: «Man sieht, dass die Kuh auf unkorrekte Weise getötet wurde und das Tier stark gelitten hat.» Im «Volksblatt» gleichentags heisst es gar noch, dass der trächtigen Kuh, die wegen unqualifiziertem Eingriff des Bauern auch noch einen Beckenbruch erlitt, vor laufender Kamera ein Nagel in den Schädel geschlagen wurde. Dies nachdem zuvor versucht worden sei, das Tier ohne Beizug eines Tierarztes zu erschiessen.
Diese mehr als traurige Tierschinderei hat Frau Julia Strauss unter dem Titel «Das arme Buschile» im «Vaterland»-«Sapperlot» vom Samstag dazu verleitet, die bedenklichen Vorkommnisse mit einer «Aktion», also einem Sonderangebot von Bratwurst und Burger, zu vergleichen und damit ins Lächerliche zu ziehen und zu verharmlosen. Sie stellt damit darüber hinaus nicht nur alle Fleischkonsumenten, sondern auch die hiesigen Metzgerei-Fachbetriebe (die weniger stressige und respektvolle Schlachtmethoden anwenden) auf eine Stufe mit dem brutalen Tierquäler. Das kann es ja wohl nicht sein. Besser wäre es wohl, den «Sapperlot» für einmal leer zu lassen. Diese Spalte erscheint ohnehin immer und immer wieder – und nun einmal mehr nicht sehr geistreich.

Ludwig Schädler,
Spennistrasse 43, Triesenberg

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