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Leserbrief

Politik ist unglaubwürdig

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 25. März 2021

Die Anmassung, Gastronomiebetriebe weiterhin geschlossen zu halten, ist eine bittere Pille für viele Betriebe und deren Angestellte. Absolut unverständlich, dass unsere Regierung von diesem fatalen Kurs nicht Abstand nimmt. Selbst GastroSuisse forderte in einer Medienmitteilung von letzter Woche einen anderen Umgang mit der Pandemie und eine Anpassung der Strategie. Grundsätzlich rechtfertigt nichts eine zwanghafte Schliessung von Betrieben. Selbst bei einer Berücksichtigung der Zahlen haben sich dieselben auf tiefem Niveau stabilisiert und bewegen sich seit sieben Wochen auf einem Level von 4 bis 6 Prozent. Weder sind die Intensivstati überlastet noch geben die Mortalitätsraten Anlass zur Besorgnis. Das Vorgehen der Regierung ist ein Schlag ins Gesicht der Unternehmer und ist eine Enteignung. In der Schweiz haben mittlerweile 20 Prozent der Betriebe das Handtuch geworfen. Weitere 20 Prozent werden in den nächsten Wochen schliessen müssen, so die Prognose von GastroSuisse. Während sich privat bis zu 10 Personen treffen dürfen, wird es den Gastronomen verboten, dass sich in einem Restaurant 4 Personen an einen Tisch setzen. Die Entscheide der Regierung werden willkürlich erlassen und der wirtschaftliche sowie psychosoziale Schaden, der hier angerichtet wird, ist unsäglich. Es kann nicht sein, dass man sich auf ein blindes Vorsorgeprinzip berufen will, im Glauben, Mutanten könnten noch gefährlicher sein. Da uns Infektionskrankheiten erhalten bleiben werden, sollten wir inzwischen die Erfahrung gemacht haben, mit Risiken eigenverantwortlich umzugehen. Eine Ausweitung der Tests wird zwangsläufig zu steigenden Fallzahlen führen, die rein gar nichts über eine Infektion aussagen. Selbst wenn man an einer «Pandemie» ­festhält, wäre eine radikale Systemanpassung gefordert, die sich auf die Belastung des Gesundheitswesens und der Intensivbetten bezieht und sich nicht an sogenannten Fallzahlen orientiert. «Corona» wird uns mit Sicherheit wellenartig begleiten. Für weit über 99 Prozent der Infizierten ist der Virus nicht lebensbedrohend und ein blinder Aktionismus der Politik gefährdet nicht nur die Planungssicherheit von Unternehmen, sondern entmündigt auch die Bürger und verletzt damit deren Naturrecht. Der Landtag vernachlässigt seine Oberaufsicht gegenüber der Regierung aufs Sträflichste und öffnet damit Tür und Tor für weitere Willkür. Die Menschen haben genug und sind müde geworden, Entscheide zu akzeptieren, die nur noch Kopfschütteln verursachen.

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg

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