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Leserbrief

Die ach so wichtige Starkstromleitung

IG «Weg mit der Hochspannung» | 24. März 2021

Vergangene Woche war in den liechtensteinischen Tageszeitungen zu lesen, dass Swissgrid die Enteignungsgesuche für die Balzner Bodenbesitzer, die die Durchleitungsrechte nicht verlängern wollen, eingereicht habe. Dabei wird Swissgrid nicht müde, zu betonen, wie wichtig doch die über Balzers führende Starkstromleitung für die Stromversorgung der Schweiz und Liechtenstein sei. Da stellt sich doch die Frage, wieso Swissgrid in den letzten knapp 20 Jahren nicht nach anderen Lösungen für diese ach so wichtige Leitung gesucht hat? Immerhin wurde Swissgrid beziehungsweise ihrer Vorgängerin vor inzwischen rund 17 Jahren unmissverständlich und mehrfach mitgeteilt, dass die Durchleitungsrechte nicht verlängert werden. Wäre diese Leitung also tatsächlich so wichtig, wie immer behauptet, hätte es Swissgrid wohl nicht riskieren können, bei Vertragsende noch keine Lösung vorliegen zu haben. Darauf zu spekulieren, dass Liechtensteiner Bodenbesitzer einfach so enteignet werden und bei einem Nein die Stromversorgung der Schweiz und Liechtenstein zu gefährden, wäre mehr als nur fahrlässig und im Hinblick auf den Auftrag des Bundes wohl kaum zu verantworten.
Was Swissgrid verschweigt, ist, dass die Hochspannungsleitung über Balzers mit der liechtensteinischen Stromversorgung direkt nichts zu tun hat. Sie ist lediglich eine Transportleitung und nur dann überhaupt wichtig, wenn sich eine Störung auf einer anderen Leitung ereignet (sozusagen als Back-up). Diese zu verlegen, dürfte wohl kein Problem sein.

IG «Weg mit der Hochspannung»

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