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Leserbrief

Liechtenstein goes Orbit

Martin Wachter, Mitteldorf 16, Vaduz | 20. März 2021

Da verblasst sogar Elon Musk mit seinen Ideen: Liechtenstein verscherbelt seine Frequenzen an China, ein Vorgang, an Naivität nicht mehr zu toppen! Während sich in der übrigen Welt Bedenken breit machen, dass Technologie-Firmen wie Huawei die Sicherheit gefährden bzw. nicht sichergestellt werden kann, dass der Betrieb solcher Systeme nicht zu einem unkontrollierten Datenfluss Richtung China führt, scheinen die Statthalter hier in Liechtenstein die allfällige militärische Nutzung Liechtensteiner Frequenzen kontrollieren zu können? Da lachen ja die Hühner!
Angesichts der Spannungen, die sich gerade aufbauen zwischen China und den USA, dürften dort die Bemühungen Liechtensteins um die chinesische Satellitentechnologie nicht unbemerkt bleiben.
Während sich hiesige Banken um Aufrechterhaltung ihrer Beziehung zu Korrespondenzbanken bemühen, ohne deren Mitwirken Auslandzahlungen in Fremdwährungen verunmöglicht sind, dafür unter dem Titel «Substanzerfordernis» die eine oder andere Kundenbeziehung geopfert wurde, darf man gespannt sein, wie sich das Verhältnis zu den USA angesichts einer stetig abnehmenden Anzahl von Korrespondenzbanken auf dieses Vorhaben auswirkt?
Solche Absichten stehen nicht im Ermessen eines Einzelnen, sondern unterstehen der Beurteilung einer Regierung.
Ein weiteres trauriges Kapitel bahnt sich hier an, neben der leidigen ­Entwicklung um die von grossen Teilen der Bevölkerung abgelehnten Casinos. Ein weiteres Kapital im ­Ausverkauf Liechtensteins Reputa­tion!


Martin Wachter, Mitteldorf 16, Vaduz

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