Leserbrief

Pfarrer Jäger im Videointerview

Urs Kindle, Runkelsstr. 17, Triesen | 20. März 2021

Wer die Begriffe «Pfarrer Jaeger Website» («Jaeger» also mit «ae» geschrieben) in die Internet-Suchmaschine eingibt, wird eine Website mit zwei aktuellen Videos finden: Hierin äussern sich der ehemalige Ruggeller Pfarrer Thomas Jäger, Rechtsanwalt Dr. Anton Schäfer und Moderator Nikolaus Mosch.
Auf der eigens eingerichteten Website erfährt man, dass das Urteil vom 25. August 2020 gegen Pfarrer Jäger «wegen schwerster inhaltlicher und formeller Mängel (Nichtigkeit des Verfahrens) vom Obergericht in Liechtenstein aufgehoben und zur neuerlichen Verhandlung an das Erstgericht zurückverwiesen» worden sei.
In dem einen Video auf jener Website schaut Herr Pfarrer Jäger uns Betrachtern tief in die Augen und führt die folgenden Worte Jesu aus der Bibel an: «Wenn sie Mich [Jesus] verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.» In einem friedlichen Ton erklärt uns Pfarrer Jäger des Weiteren: «Wer denkt schon, dass man mit diesem Wort unseres Herrn einmal selbst gemeint sein könnte?! Und doch muss ich die bittere Erfahrung machen, dass ein System, in dessen Rechtstaatlichkeit man sein Vertrauen setzte, ein Fehlurteil gesprochen hat. Nicht nur wurde ich eines Vergehens beschuldigt, das ich nicht nur nicht getan habe, sondern, das ich, wie wir heute wissen, gar nicht getan haben kann. Jeder, der mich kennt, ahnte schon früh, dass die gegen mich vorgebrachten Vorwürfe haltlos waren. Doch passen sie in eine Zeit, in der so oft die Diener unserer Kirche sich vor Hass und Hetze wiederfinden. Ist doch wie so oft nicht der einzelne Mensch in diesem Ring gemeint, sondern gilt der Angriff unserem Herrn, Seinem mystischen Leib. […]»
Dass Herr Pfarrer Jäger nebenbei um eine Spende bittet, ist nachvollziehbar. Er sieht sich als Opfer der Justiz. So macht es Sinn, dass Liechtensteins Bevölkerung Pfarrer Jäger und seinem Rechtsanwalt unvoreingenommen ein offenes Ohr leiht. Mögen die Wahrheit und die Gerechtigkeit siegen. (Am Rande: Dieser Leserbrief hier wurde in niemandes Auftrag geschrieben).


Urs Kindle, Runkelsstr. 17, Triesen

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