Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Katastrophale Fehlentscheide

Dominik und Christl Frick-Näscher Palduinstrasse 99, Balzers | 20. März 2021

Die Verantwortlichen der FBP haben nicht nur ein schwaches Verhandlungsergebnis in den Koalitionsverhandlungen mit der VU erzielt, der Landesausschuss hat am Donnerstagabend auch einen folgenschweren Personalentscheid getroffen.
Das überaus knappe Ergebnis der Landtagswahlen 2021 war für die FBP noch durchwegs erfreulich. Es ist müssig, nachträglich darüber zu streiten, ob die VU oder die FBP die Wahlen gewonnen hat. Nachdem aber der Parteipräsident Marcus Vogt noch am Wahlabend der VU zum angeblichen Sieg gratuliert hatte, nahm er sich alle strategischen Verhandlungstrümpfe gleich selbst aus der Hand. Das Verdikt ist klar: die FBP verliert auf der ganzen Linie:
– Die FBP verliert nicht nur die Mehrheit in der Regierung, sie verliert auch den Posten des Regierungschefs. Sie behält zwar in der Person von Albert Frick das Landtagspräsidium, doch ist das wirklich ein Gewinn?
– Die Ressortverteilung lässt ebenfalls Fragen offen: Ist es sinnvoll, das wichtige Ressort Äusseres an Dominque Hasler zu vergeben, drei verschiedene Amtsträgerinnen innerhalb von knapp zwei Jahren? Wäre hier Frau Sabine Monauni als erfahrene Diplomatin nicht die bessere Alternative gewesen? Auch das Ressort Kultur wechselt innerhalb zweier Jahren Jahres dreimal die Verantwortlichkeit. Das ist gerade für die Kultur eine Katastrophe. Zur Erinnerung: Wir Balzner warten seit Jahren auf einen Entscheid zur kulturellen Wiederbelebung der Burg Gutenberg. Das Land Liechtenstein ist seit mehr als 41 Jahren im Besitz der Burg und bis heute sind erst zwei Drittel der Burg renoviert!
– Die wohl grösste Verliererin in diesem Trauerspiel aber ist sicherlich Frau Katrin Eggenberger, die ihre Arbeit in ihrem Ressort ausgezeichnet gemacht hat. Wie sagte doch einst Marcus Vogt: «Ihr gehört die Zukunft.» Die Frauen generell in unserem Land, gleich welcher Couleur, werden diesen Entscheid nicht billigen und werden zurecht wütend sein.
– Selbst Manuel Frick kann sich nicht wirklich freuen: Die Partei ist in dieser Frage gespalten und wird es auch in Zukunft sein. Manuel ist sicherlich ein begabter junger Mann, doch er und seine Berater haben den falschen Zeitpunkt zum Einstieg in die Politik gewählt. Sein Traum als zukünftiger Regierungschef wird wohl nie in Erfüllung gehen, wenn die aktuell noch Verantwortlichen in der FBP weiterhin so ungeschickt, ja katastrophal agieren!


Dominik und Christl Frick-Näscher
Palduinstrasse 99, Balzers

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung