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Leserbrief

Homophobie nicht tolerieren

JL – Junge Liste | 17. Februar 2021

Es sollte eigentlich klar sein, was die Junge Liste und ihre Mitglieder von den Aussagen des Fürsten bezüglich homosexueller Menschen halten, und trotzdem ist es uns wichtig, dies auch nach aussen zu kommunizieren, nicht zuletzt, weil es ausser dem Verein Flay sonst kein Verein und keine Partei wirklich getan hat.
Deshalb einfach so deutlich wie es geht: Die Äusserung, es sei «problematisch», wenn zwei homosexuelle Menschen ein Kind adoptieren, finden wir diskriminierend und offen gesagt abstossend, speziell in Anbetracht früherer Aussagen des Landesfürsten.
Solche stigmatisierenden Aussagen sind nicht nur 1. falsch, sondern 2. verletzend und fördern 3. die weitere Verbreitung von Stigmata und Diskriminierung, nicht zuletzt deshalb, weil das Landesoberhaupt auch eine Vorbildfunktion übernimmt und die Grenzen des Sagbaren mitformt: Bereits jetzt kann man auf Social Media Kommentare lesen, die (mit Bezug auf den Fürsten) Homosexualität als etwas Unnatürliches beschreiben und die eigene Homophobie als «Sorge um die Kinder» tarnen.
Nun nochmals trocken zusammengefasst: Unser Staatsoberhaupt hat eine diskriminierende und homophobe Aussage getätigt und bereits jetzt mit dem Veto für ein Gesetz gedroht, dass noch nicht einmal ausgearbeitet wurde, geschweige denn wurde darüber abgestimmt. Dagegen wehrt sich die Junge Liste mit diesem Leserbrief öffentlich und versichert ihre Solidarität mit jeder LGTBQ+-Person in Liechtenstein und im Ausland.

JL – Junge Liste

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