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Leserbrief

«Sind Tschügger wirklich 1/3 weniger wert?»

Martin Ronald Oehri aus Mauren, wohnhaft in Steckborn (TG) | 13. Februar 2021

Das Interview mit Wilfried Marxer («Volksblatt» vom 10. Februar 2021, Seite 2) beziffert den Vorsprung der FBP über die VU mit 103 Stimmkarten. In der Stellungnahme von FBP-Präsident Marcus Vogt auf Seite 3 derselben Ausgabe ist zu lesen, dass es halt so sei, dass ein Wähler im Unterland das Gesamtergebnis der Wahl mit 10 Stimmen beeinflussen könne (Kommentar: und nicht mit 15 Stimmen wie ein Oberländer). Die FBP sehe es nun als ihre Verantwortung an, die Regierungsbildung durch die VU rasch und ungestört voranschreiten zu lassen. Nicht genannt sind weder von Wilfried ­Marxer, noch von Marcus Vogt die absoluten Zahlen: 5544 der 15 901 Stimmkarten waren «schwarz» und 103 Stimmkarten weniger, nämlich 5441, waren «rot», wenn man panaschierte Stimmkarten auseinanderdividiert. Es werden für das Wahlergebnis der Landtagswahl natürlich die Kandidatenstimmen gezählt, nicht aber die Stimmkarten. Wenn es nun nicht um die Wahl der Kandidaten geht (die ja ein Patt ergeben hat), sondern um die Machtverteilung, verstehe ich nicht, warum die Unterländer Stimmen 1/3 schwächer sein sollen wie die Oberländer und ich verstehe nicht, warum die FBP es nicht als ihre Verantwortung ansieht, die Mehrheit der hinter ihr stehenden Wählenden zu vertreten. Sind Tschügger wirklich 1/3 weniger wert?

Martin Ronald Oehri aus Mauren, wohnhaft in Steckborn (TG)

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