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Leserbrief

Regierungswahl: Personalpolitik auf höchster Ebene

Othmar Züger, Aeulegraben 32, Triesen | 11. Februar 2021

Soweit mein Staatskundewissen reicht, bestimmen die Parteien nach den Landtagswahlen Regierungskandidaten, woraus ein Vorschlag der Regierungszusammensetzung dem neuen Landtag unterbreitet wird und dieser dann darüber abstimmt. Nach der Genehmigung wird dieser Vorschlag dem Fürsten unterbreitet, der die Regierungsmitglieder dann entsprechend ernennt, er kann aber auch den Vorschlag an den Landtag zurückweisen.
In den Medien liest und hört man bereits von einer neuen Regierungskandidatin, dass sie sich schon auf ihre Aufgabe in der neuen Regierung freue und das Amt gerne antrete. Gleichzeitig liest man auch, dass deren Partei nun die Person für den zweiten Regierungssitz aus den beiden übrigen Kandidaten auswählen müsse.
Für Aussenstehende löst diese Personalpolitik auf höchster Ebene schon etwas Erstaunen aus. Nicht aus dem Dreier-Vorschlag von vor den Landtagswahlen soll ausgewählt werden, sondern nur aus Zweien von diesem. Daran speziell ist die Tatsache, dass nicht die beiden neuen Kandidaten sich dieser Endauswahl stellen müssen, sondern eine amtierende Regierungsrätin, die seit über einem Jahr ihr Amt mit Kompetenz und Elan erfolgreich führt, jedenfalls hörte man in den Medien bisher keinerlei Negatives, im Gegenteil, ihre Arbeit wurde nur gelobt. Mit einer Direktwahl der Regierung durch das Volk würden keine Kandidaten im Vornherein schon für das Regierungsamt bestimmt sein.

Othmar Züger,
Aeulegraben 32, Triesen

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