Volksblatt Werbung
Leserbrief

Unqualifizierte Kritik Schädlers

Hans Frommelt, Gapont, Triesen | 8. Februar 2021

Im Leserbrief vom 4. Februar gibt Jo Schädler zu verstehen, dass es nicht sinnvoll ist, den Strom vom Tal über die Stromleitung in den Steg zu transportieren und dort zwischenzulagern. In Steg und Malbun ­verbraucht man ja auch Strom, das hat Schädler wohl übersehen. Im ­Zusammenhang mit der Nutzung ­erneuerbarer Energien ist es besser, wenn am Ende von Stromleitungen der Strom zwischengespeichert wird und nicht direkt neben einem Atom- oder Kohlenkraftwerk.
Im Laufe der nächsten 20 Jahre wird für Neubauten eine Foto­voltaikpflicht eingeführt werden, so wie in ganz Europa. Wird wohl auch in Malbun und Steg gelten. Folglich speichert man nicht Strom aus dem Tal in den «Steg-Batterien», sondern Strom von den Malbundächern. Kommt hinzu, dass auf dem Sareiserjoch der Wind recht stark bläst. Für Windenergienutzung geeignet. Vor rund 25 Jahren wurden Windmessungen durchgeführt. Extrapolationen zeigen, dass ab circa 40 Metern über Boden die Windgeschwindigkeiten und das Windaufkommen zunehmen.
Vor über 25 Jahren haben die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) eine für damalige Verhältnisse grosse PV-Anlage direkt neben der Bergstation vom Sessellift aufgestellt. Funktioniert noch heute. Im Zusammenhang mit Schneereflexionen und oberhalb der Nebelgrenze ist es der beste Standort für die Solarstromgewinnung in Liechtenstein. Auch dieser könnte, wenn Stromüberschuss vorhanden ist, in den «Steg-Batterien» zwischengespeichert werden.
Auf die LKW warten noch viele ­interessante Möglichkeiten, um die ­Landes-Stromeigenproduktion zu erhöhen. Die Kavernen hinter dem ­Saminakraftwerk sind ideale Räumlichkeiten für Batterien und H2-Speicher, denn im Tal werden in 30 Jahren noch mehr Dächer Strom liefern als heute. An Sonn- und Feiertagen wird dann wohl ein Stromüberfluss bestehen, der zwischengelagert werden muss.
Jo Schädler kritisiert unqualifiziert die von den LKW erstellten Kavernenspeicher. Das Denken schnauzbärtiger Kutscher auf Ochsengespann passt nicht in die heutige Zeit.

Hans Frommelt, Gapont, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung