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Leserbrief

Heute heulen die Sirenen wieder

| 3. Februar 2021

VADUZ Die Sirenen als Kernelement im Gesamtsystem zur Alarmierung der Bevölkerung werden jährlich überprüft. Im Ereignisfall können sie schliesslich nur zuverlässig alarmieren, wenn sie auch richtig funktionieren. Heute findet deshalb in Liechtenstein und in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt.

Wie in den beiden vergangenen Jahren werden auch die «Alertswiss»-Kanäle getestet: Parallel zur ersten Auslösung des Allgemeinen Sirenenalarms wird auf den Handys eine Informationsmeldung ausgelöst.
In Liechtenstein und in der Schweiz gibt es rund 5000 Sirenen für den Allgemeinen Alarm. «Die Bevölkerung muss keine Massnahmen ergreifen», heisst es in der Medienmitteilung des Amts für Bevölkerungsschutz vom Freitag. Und: «Sie wird um Verständnis für die mit der Sirenenkontrolle verbundenen Unannehmlichkeiten gebeten.»
Ausgelöst wird demnach über die Sirenen um 13.30 Uhr das Zeichen Allgemeiner Alarm, ein regelmässig auf- und absteigender Heulton von einer Minute Dauer. Wenn nötig, kann der Sirenentest bis 14 Uhr weitergeführt werden. Parallel dazu wird eine Informationsmeldung via «Alertswiss» verbreitet.
Ab 14.15 bis spätestens 15 Uhr wird in der Schweiz in den Nahzonen unterhalb von Stauanlagen das Zeichen Wasseralarm getestet. «Es besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden in Abständen von je 10 Sekunden», hält das Amt fest. Je nach Witterung sei dieser nachgelagerte Sirenentest auch noch in Liechtenstein (Raum Balzers) zu hören.
Seit 2018 steht der Bevölkerung mit der«Alertswiss»-App und -Website ein weitertes Instrument im Bereich der Ereigniskommunikation zur Verfügung. «Richtig eingesetzt, schützt Alertswiss die Menschen und deren Lebensgrundlagen. Dies, indem die Bevölkerung zum schnellstmöglichen Zeitpunkt korrekt und umfassend informiert wird. Bei einem Ereignis kann auch ohne einen Sirenenalarm eine Meldung via Alertswiss verbreitet werden», schreibt das Amt für Bevölkerungsschutz. Mit «Alertswiss» könne die Bevölkerung auch bei kleinräumigen Ereignissen wie bei einem drohenden Murgang oder verschmutztem Trinkwasser eine Warnung mit Verhaltensempfehlungen erhalten.
Und auch während der Pandemie habe sich gezeigt, «dass Alert­swiss» mit differenzierten Informationen gute Dienste leistet, etwa mit der Publikation von Verhaltensregeln oder von gültigen Pandemiemassnahmen in Liechtenstein und in den Kantonen», so das Amt.
Die Nutzerzahlen haben sich auf «Alertswiss» stetig erhöht. Während im Februar 2020 die App 490 000 aktive Nutzerinnen und Nutzer zählte, ist deren Anzahl während der Pandemie um 40 Prozent auf 680 000 gestiegen. (red/ikr)

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