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Leserbrief

«Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul»

Anton Marxer, St. Martins-Ring 54, Eschen | 3. Februar 2021

Das Wort «Geschenk» ist ein ganz besonderes Wort, das in hundertfachen Varianten zweckdienlich interpretiert werden kann. Das gilt auch in der Politik, zweckdienlich aufbauend oder vernichtend.
In meiner Zeit wurden die Söhne (die Frauen hatten kein Stimmrecht) rot oder schwarz geboren. In meiner Familie wurde nicht politisiert, Mutter und Vater schwarz, ich unterlag keinem Druck, und ich wählte von Anfang an Personen und keine Parteien. Während meiner Tätigkeit hatte ich mit einigen Rot- und auch Schwarzgeborenen intensive Diskussionen vor den Wahlen, was rechtens ist. Ein Rotgeborener sagte, der Mario muss weg, er nannte mir einige seiner Argumente. Ich fragte, wie, und er sagte mir, das hat mit dem Denken und mit dem Verstand zu tun. Wenn seine Seite (VU) immer besser war als die Schwarzen (er war kein Wechselwähler), dann muss und kann nur die eigene Partei seinen Rauswurf bewerkstelligen, den Unpassenden legal abwählen. Toni, ich sage dir, es gibt viele Unzufriedene, die den Mario weghaben wollen (versprochen und vergessen), diesmal werde ich über meinen Schatten springen und schwarz wählen. Das werden viele von uns, die gewöhnlichen Leute, die mitdenken und nachdenken, diese werden, wie ich, einmalig anders tun, viele werden nicht wählen, andere werden den roten Wahlzettel mit Zeichen und Fragezeichen versehen und damit ungültig machen. So gesagt und von vielen getan, der Mario war weg.
Ich würde Monauni wählen, das kann ich nicht, weil sie nicht wählbar ist. Ich werde auch nicht den Daniel wählen, dafür habe ich Gründe. Eine Person, die von den sogenannten «staatstragenden Parteien» in ein hohes Amt (Post-Skandal) gewählt wurde (wegen Vertrauen? und Können?), der dann aber massgeblich beteiligt war, mehr als 20 Millionen Franken der Bürger und Einwohner die Toilette runterzuspülen wie ein Furz bei Unpässlichkeit. «Vertrauen und volksnah», das sind die Schlagworte in den Zeitungen und Wahlprogrammen. Die gleiche Person hat sich verbal zum Volksbeglücker und Richtungsgeber hochgearbeitet und mit sehr, sehr viel Geld des Volkes den Propagandafeldzug für das FL–A–CH-Bähnli finanziert. Das Bähnli-Projekt ist mit einer fast 2/3-Nein-Stimmenmehrheit abgelehnt worden (Erfolg durch Mitdenken und Nachdenken). 8 Milliarden Menschen solls geben, keiner gleich, jeder gefordert. Eine «staatstragende Partei» sollte mit den Stammwählern und der viel grösseren Zahl der freidenkenden Kundschaft sehr behutsam umgehen. Mitdenken ist überall gefragt!


Anton Marxer,
St. Martins-Ring 54, Eschen

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