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Leserbrief

Beteiligungsstrategie der Regierung

Donat Negele, Dorfstrasse 42, Triesen | 28. Januar 2021

Es ist nachvollziehbar, dass auch Staatsbetriebe in ihrem operativen Handeln Freiheiten brauchen, anders kann weder geplant noch geführt werden. Allerdings beinhaltet die «Beteiligungsstrategie der Regierung an der Liechtensteinischen Post AG» Formulierungen, die enorm viel Freiraum für unterschiedlichste Interpretationen zulassen. Interpretationsfreiheiten, die auch dazu führen können, dass geplante Massnahmen am Bedürfnis der Bevölkerung vorbeigehen. Die Post muss nicht «um’s verrecka» mehr Gewinn erwirtschaften (4 Mio. /2019), sie darf rentabel sein, hat aber, als Staatsbetrieb, auch zu dienen.
Um dem landesweiten Poststerben ein Ende zu setzen, liesse sich im besagten Strategiedokument ganz einfach einfügen, ab welcher Einwohnerzahl auf jeden Fall eine vollwertige Postfiliale zu betreiben ist, zum Beispiel ab 4000 Einwohnern.
Man darf gespannt sein, ob sich der Landtag an seiner Sitzung vom 29. Januar auch mit dieser Beteiligungs-Strategie befassen wird und wie die Entscheidungen fallen werden.
Sollte die Politik nicht in der Lage sein, eine verbindliche Regelung in die Wege zu leiten, müsste eine Volksinitiative in Betracht gezogen werden. Denn Triesen wäre nur das nächste Opfer, bestimmt aber nicht das letzte ...
In eigener Sache: Ungeachtet der Entscheidung des Landtages teile ich mit, dass ich meine Aktivität in der Gruppe der Petitionäre hiermit beende. Trotzdem werde ich weiterhin hinter der Bestrebung stehen, dass grosse Gemeinden auch künftig mit einer vollumfänglichen Poststelle zu bedienen sind.

Donat Negele, Dorfstrasse 42, Triesen

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