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Leserbrief

Amt für Bau und Infrastruktur ausser Rand und Band

Markus Sprenger, Rheinau 16, Triesen | 25. Januar 2021

Schon erstaunlicher Monolog von Stefan Banzer, zuständiger ABI-Mitarbeiter, vor versammeltem Triesner Gemeinderat betreffend Baubewilligungsverfahren und Kompetenzen. Banzer blendet dabei aus, dass niemand von uns Petitionären je behauptete, dass die geplante Parkierung und die Nutzung als Dienstleistung/Shop nicht bewilligungsfähig sei. Obwohl die geplante Parkierung an der Dorfstrasse gerade mal knapp den minimalen Anforderungen der VSS Normen entspricht.
Die reduzierte Fahrbahnbreite von 5,5m der Dorfstrasse ergibt noch 2,75m Spurbreite zum rechtwinkligen Einparkieren, wäre ausserhalb der Norm, denn die minimale Spurbreite wäre 3 Meter. Dass das Einparken mit Minimalradien dennoch funktioniert, wird mit dem Trick eines zusätzlichen 1 Meterstreifens erkauft.
Was Banzer scheinbar auch nicht ansprach bzw. die Gemeinderäte nicht nachgefragt haben ist, dass die Emissionen und Belastungen für Anwohner sowie das Unfallpotenzial an der Dorfstrasse zunehmen werden. Dazu wiesen wir mehrfach auf entsprechende baugesetzliche Artikel hin, auf Instrumente, mit denen unserer Meinung nach zumindest ein neues Verständigungsverfahren eingeleitet werden könnte. Wir haben den Gemeinderat und Vorsteherin mehrfach empfohlen, dazu unabhängige Rechtsauskünfte einzuholen und auch die Situation durch die Sicherheitskommission bewerten zu lassen, da diese betreffend Beratungen bisher von der Gemeindebauverwaltung übergangen wurde. Nichts von beidem hat stattgefunden. Stattdessen hielt es die Vorsteherin für sinnvoller, direkt und exklusiv die Aussage des zuständigen ABI-Mitarbeiters einzuholen. Den Gemeinderäten wurde dann bis zur offiziellen Presseinformation ein Maulkorb verpasst.
Ein weiteres Mal überfahren von der Vorsteherin mit vollendeten Tatsachen. Ob es da auch Druck von oben gegeben hat und damit auch einige der Gemeinderäte zum Stillhalten eingeschüchtert wurden, ist offensichtlich.
Was soll man von dieser PR-Aktion halten? Vielleicht Hinhaltetaktik, unseriöse und intransparente Kommunikation, bestimmt. Ob diese im Sinne der vielen Menschen ist, die für den Erhalt an der Landstrasse 190 die Petition unterschrieben haben? Bestimmt nicht.

Markus Sprenger,
Rheinau 16, Triesen

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