Leserbrief

Wer was ändern will, muss andere als die Alternativlosen wählen

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen,... | 20. Januar 2021

Die Bevölkerung leidet nun schon ein Jahr unter den Massnahmen der Regierung und der Parteien. Diese erheblichen Massnahmen der ­Einschränkung von Freiheiten aller Bürger bis zu Existenzvernichtung und Verzweiflung und Depression und Tod werden einfach im Wahlkampf verschwiegen. Das Thema ist von den Parteien tabuisiert. Das für die gesamte Bevölkerung lebenswichtige Thema seit einem Jahr wird, Wochen vor der Wahl, nicht diskutiert! Keinerlei Alternativen werden aufgezeigt! Alle Parteien sind sich scheinbar einig, dass nur Verbot und Einsperren und Strafe unter Aushebelung demokratischer Vorgänge eine Krankheit, von der ­alle zugegebenermassen nichts ­Genaues wissen, verhindert werden kann. Ist dieses Handeln nicht so, als ob die Kurve einer Strasse ­gesperrt würde, um einen Unfall zu verhindern? Bei der Vielzahl der Kurven verbieten sie den Verkehr, das Fahren. Kein Unfall mehr. So einfach nehmen die Politiker unsere Freiheit. Statt Einsperren und ­Millionen von Geldern für Kontrolle, ­Verbote, verbotene Gastronomie, Hotellerie, verbotener Handel usw. auszugeben, könnte man doch auch ein Gesundheitswesen, das mehr Kranke behandeln kann, aufbauen. Mehr Ärzte, mehr Pfleger, mehr Schwestern, bessere und mehr Krankenhäuser. Also ein besseres Gesundheitssystem aufbauen mit besserer Entlohnung, besseren ­Arbeitsbedingungen, besserer Ausbildung usw. Ein Jahr ist schon verloren. Das alles ist auch nach einem Jahr in dieser schwersten Zeit nach dem Krieg kein Thema in der Politik und im Wahlkampf. Wenn der Bürger was ändern will, so muss er wenigstens für vier Jahre andere wählen als ­diese jetzigen Alternativlosen.

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen, Allgemeinmedizin und Sozialmedizin, Rätikonstr. 37, Vaduz

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