Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Bürgerstimmen ernst nehmen

Eva-Maria Bechter, Unterfeld 37, Triesen Elke Kindle, Alte Landstrasse 32, Triesen | 14. Januar 2021

In Triesen plant die Liechtensteinische Post, die heutige, bewährte Postfiliale aufzugeben und die postalischen Dienstleistungen ins neue Einkaufszentrum in die Hände der Migros zu geben. Triesen hätte dann keine echte Post mehr, sondern nur noch einen Postpartner.
Dagegen formierte sich Widerstand. Petitionäre konnten annähernd 2000 Unterschriften sammeln, die sich gegen diese Veränderung wehren. Sie wollen weder die Aufgabe der bewährten Postfiliale noch einen Dienstleistungsabbau. Dabei muss bedacht werden, dass Triesen mit seinen über 5000 Einwohnern die drittgrösste Gemeinde in Liechtenstein ist und über sein sehr lebendiges Kleingewerbe verfügt. Gerade für die Unternehmer bringt die Veränderung nachvollziehbare Nachteile.
Es stellt sich ohnehin die Frage, wieso in Balzers und in der deutlichen kleineren Gemeinde Ruggell echte Postfilialen in den Einkaufszentren betrieben werden, in Triesen das aber aus Kostengründen nicht möglich sein soll? Wieso äussert sich der zuständige Minister Daniel Risch nicht in der Angelegenheit? Vielleicht, weil er als ehemaliger Kadermann der Liechtensteinischen Post diese Strategie mitgetragen hat?
Wir sind für die FBP auch als Landtagskandidatinnen angetreten, weil wir die Anliegen der Bevölkerung hören und ernst nehmen wollen. In diesem Fall gilt das für die berechtigten Anliegen der Petitionäre. Natürlich muss auch die Post wirtschaftlich handeln. Aber was in Balzers und Ruggell möglich ist, sollte auch in Triesen möglich sein.

Eva-Maria Bechter,
Unterfeld 37, Triesen
Elke Kindle,
Alte Landstrasse 32, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung