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Leserbrief

Belastende Jahre

William Gerner, Quellenstrasse 8, Eschen | 14. Januar 2021

Die vergangenen vier Jahre waren für verschiedene Parteien turbulent und damit auch für das Land belastend. Es gab Parteiaustritte, eine Amtsenthebung, Anklagen, eine Parteispaltung und eine Reihe interner Zwistigkeiten. Dazu hatten wir Parteien, die sehr oft «Nein» sagten, nicht nur in den Bereichen Gesundheit und Bildung. Trotz Widerstän-de konnten einige wichtige Projek- te durchgesetzt und die Unterstützung während des Lockdowns grosszügiger als in unseren Nachbarländern gestaltet werden. Immerhin sind sich die Parteien in der Bekämpfung der Pandemie weitgehend einig. Lediglich Frau Monauni von der FBP und die DpL haben sich für einen schärferen Lockdown ausgesprochen. Statt mit sich selber zu beschäftigen, sollten die in Regierung und Landtag vertretenen Parteien in Sachfragen miteinander um die besten Lösungen ringen. Wir brauchen nach der hoffentlich bald endenden Pandemie eine liechtensteinische Regierung und einen Landtag, die bereit sind, nicht gegeneinander, sondern eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Wir sind in der Politik auf kreative, teamfähige und zukunftsorientierte liechtensteinische Persönlichkeiten angewiesen, die offen für Neues sind und die Anliegen der Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Nur wenn die Wirtschaft wieder floriert und die Steuereinnahmen fliessen, können wir unsere Sozialwerke absichern, in der Bildungs-, Verkehrs-, Gesundheits-, Alters- und Umweltpolitik wirkliche Akzente setzen. Jetzt in der Krisenzeit sollte bei Bedarf auch von der neuen Regierung ein Teil der Reserven für die hart getroffenen Branchen und Institutionen und deren Arbeitsplätze eingesetzt und auch Kultur und Sport nicht vergessen werden. Nicht Nein sagen und sparen um des Sparens willen, sondern eine gewisse Grosszügigkeit und Weitsicht sind in den nächsten Jahren gefragt. Es ist zu hoffen, dass möglichst viele Wahlberechtigte die ganzen Wahllisten für Regierung und Landtag in obigem Sinne prüfen und vergleichen, denn nur so kann man wirklich feststellen, was man von einer Partei erwarten kann. Für mich steht fest, dass wir in der jetzigen Situation keine Experimente, sondern eine führungsstarke Regierung und ein kompetentes Parlament brauchen.

William Gerner,
Quellenstrasse 8, Eschen

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