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Leserbrief

Volksmeinung

Im Namen der Initianten: Hansjörg Frick, Schaan | 30. Dezember 2020

An alle Leserinnen und Leser, denen Liechtenstein auch Heimat bedeutet. Vielen herzlichen Dank für die vielen Reaktionen auf unseren Leserbrief vom vergangenen Samstag. Wir alle, ohne Ausnahme, sind der gleichen Meinung: Keine weiteren Casinos mehr, es sind jetzt schon zu viele. Unsere E-Mail-Adresse – volksmeinung@fl1.com – bleibt offen, wir freuen uns nach wie vor über jeden Kommentar zu diesem Thema.
Eine Zusammenfassung der Meinungsäusserungen zuhanden des Landtages, der Regierung und ihnen, geschätzte Leser, veröffentlichen wir Anfang des neuen Jahres. Wie wir dann weiter agieren werden in dieser Angelegenheit, ist noch ein Thema in einer Arbeitsgruppe.
Eine sehr prägnante und klare Aussage, die wir erhalten haben, hinter der wir alle stehen, möchten wir Ihnen schon heute zur Kenntnis bringen, er spricht uns aus dem Herzen:
«Endlich regt sich offener Widerstand gegen die Casinoflut. Den Initianten sei Dank! Mit Ach und Krach ist Liechtenstein das Schwarzgeldimage leidlich losgeworden, doch was jetzt passiert, ist viel schlimmer und unseriöser! Man geniert sich nicht, landauf landab Spielhöllen einzurichten, um armen süchtigen Schluckern ans Geld zu kommen, was letztlich auch die Kriminalität fördert. Der Staat verkündet noch stolz die daraus kassierten Einnahmen. Das ist doch nicht redlich verdientes Geld! Dieses Mammonstreben ist verwerflich. Es wird rasch den Ruf des Landes ruinieren. Ich denke, heute schon zieht man mit Las Vegas gleich, wenn man die bereits existierenden Casinos ins Verhältnis zu den Einwohnern und den daraus bezogenen Steuereinnahmen setzt. Hat Liechtenstein, dieses schöne Land, denn keinen Stolz und sowas wirklich nötig? Man warte, bis eine Horde ausländischer Reporter sich der Sache annimmt und die Situation europa-, ja weltweit breitschlägt! Der Schaden wird irreparabel sein und man wird Liechtenstein ächten! Es spräche nichts gegen ein (einziges) gediegenes Casino im Land, aber was heute im Fürstentum abgeht, basiert auf purer Geldgier, die vom Staat sogar begünstigt wird. Ein Hohn ist zudem, dass diesem Treiben das Mäntelchen vom volkswirtschaftlichen Nutzen (Bauwirtschaft/Schaffung von Arbeitsplätzen usw) umgehängt wird. Schwarzgeld hat niemandem Leid gebracht, Casinos aber wohl!», schreibt Remo Hediger, vormals GD der damaligen BiL-Gruppe und ehemaliger Direktor der Fürst von Liechtenstein Stiftung, Chur/Vaduz.
Wir wünschen allen einen guten Rutsch und alles Gute im neuen Jahr, bleibt alle gesund!

Im Namen der Initianten: Hansjörg Frick, Schaan

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