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Leserbrief

Richtigstellung

Robert Beck, Im alten Riet 22, Schaan | 28. Dezember 2020

Ich wurde in den letzten Tagen mehrmals auf mein Radio L Interview zum Thema «Winterruhe» ­angesprochen, zu welchem ich besonders zu einem wichtigen Punkt Stellung nehmen möchte. In der kurzen Zusammenfassung des ­Gesprächs hat es anscheinend den ­Eindruck erweckt, dass die Fitnessbranche keinerlei Unterstützung seitens der Regierung erfährt. Jeder Gewerbetreibende kann sich grundsätzlich glücklich schätzen, dass wir in einem Lande leben, in dem man auf direktem Weg an Entscheidungsträger herantreten darf. Zusammen mit anderen Vertretern unserer Zunft durfte ich persönlich bei unserem Wirtschaftsminister Daniel Risch und der Leiterin des Amtes für Volkswirtschaft Frau Gey vorsprechen. Beide Termine waren von einer grossen Empathie und Wertschätzung begleitet; dafür bedarf es einen besonderen Dank. Durch diese Gespräche und durch die äusserst gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden wurde uns nach dem ersten Lockdown eine wichtige finanzielle Hilfe gewährt.
Der ursprüngliche Zusammenhang meiner Aussage lag eher darin, dass unser Geschäftszweig keine Lobby hinter sich hat und somit ­europaweit unsere Branche als Gesundheits-Dienstleister vergessen wurde. Der zweite Lockdown findet gerade in der einnahmenstärksten Saison statt und der Frühling/Sommer verheisst im 2021 keine guten Erträge. Die für uns wichtige «Risikogruppe» hätte mit der Einhaltung der vorhandenen Schutzmassnahmen das Training problemlos und mit gutem Gewissen nutzen können; stattdessen wurde vermehrt vom Besuch abgeraten – ohne die Sachlage zu kennen. Die Tage nach der Schliessung werden zeigen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Fallzahlen gehabt hätten, denn bisher wurde kein einziger Fall bekannt, der sich im Studio angesteckt hatte. Nun schauen wir auch als wichtiger Vertreter für Liechtensteins Volksgesundheit auf ein unsicheres Jahr, vor allem im Bezug auf die Überlebensfähigkeit unserer Geschäfte. In unserem Gewerbe geht es nicht nur um eine Unterstützung seitens der Regierung, welche die Ausgabenseite im Auge hat – sondern um die Rückkehr von ehemaligen Kunden und um die wichtige Rückgewinnung unserer Stellung in der Bevölkerung. In diesem Sinne hoffen wir auf ein frohes neues Jahr!

Robert Beck, Im alten Riet 22, Schaan

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