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Leserbrief

Brief an das Christkind

Elsa Schreiber, Kirchstrasse 39, Vaduz | 12. Dezember 2020

Meinen ersten Brief ans Christkind habe ich mit 10 Jahren, 1947, geschrieben! Es war Nachkriegszeit! Hatte den Wunsch, eine Puppe mit Schlafaugen zu bekommen! Ich bekam sie nicht! Eine Kinderwelt brach zusammen!
Jetzt schreib ich nochmals – und zwar an den Gemeinderat von Vaduz! Warum reisst ihr das Restaurant Mühle ab? Bitte, liebes Christkind, gib dem versteinerten Vaduzer Gemeinderat eine Eingebung, damit er die Mühle nicht abreisst. Und du, lieber Vorsteher Bischof, machst auch mit und gibst auch noch das Weihwasser dazu! Ich weiss, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich eingehen! Macht ein schönes Café! Lasst die Möbel drinnen! Ist ja alles noch brauchbar! Servieren kann ich nicht mehr! Aber eine Stunde gratis singen, das könnte ich noch! Wenn ich nicht schon alles verschenkt oder vererbt hätte, würde ich glatt 1 Million reinlegen! Das ist eine Bitte einer 83-jährigen Frau und sie meint es ernst! Bin noch nicht «gaga», nur ein wenig naiv! Bitte habt einmal ein grosses Herz!
Frohe Weihnachten für Fürst und Vaterland!

Elsa Schreiber,
Kirchstrasse 39, Vaduz

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