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Leserbrief

Lieber Christoph

Ludwig Schädler, Spennistrase 43, Triesenberg | 3. Dezember 2020

In deinem Leserbrief («Volksblatt» vom 2. Dezember, Anm.) bringst du die politische/persönliche Gesinnung von Rudolf Schädler zur Sprache. Ja, 1933 wurde der Nationalsozialist wegen Beteiligung an der «Rotter-Entführung» verurteilt. (historisches-lexikon.li) Traurig ist, wenn nach 90 Jahren die braune Vergangenheit dafür herhalten muss, dass die Kunstwerke sang- und klanglos aus dem Museum entsorgt wurden. Dieser Argumentation folgend, hätte also die jetzige Gemeindevertretung die Schenkung der Kunstwerke gar nicht angenommen, was der damaligen Gemeindevertretung eine nazistische Gesinnung unterstellt.
Zu den dir wichtig erscheinenden zwei Punkten. 1. Niemandem habe ich das Recht abgesprochen, einen Leserbrief schreiben zu dürfen, das darf Otto so gut wie du und ich. Anstatt den Gemeinderat Vaduz würde er aber besser dich beraten, damit unser schönes Dorfzentrum nicht unnötig zerstört wird. Du selbst hast beim Seniorenausflug im «Vaterland» vom 8. Oktober 2019 gesagt: «Bremst uns ein, wenn das nötig sein sollte.» Das ist es jetzt. 2. Den Schenkungsvertrag kann jedermann unter www.liechtensteinensia.li ­einsehen. In Artikel 3 steht, wo die Plastiken auszustellen sind, solange das Museum besteht. Die Entfernung läuft diesen Abmachungen zuwider und ist folglich vertragswidrig. Das schleckt keine Geiss weg.
Angeregt habe ich z. B. die Verlegung des «Sagawäg» unter den Schutzdamm oder der Ruhebank bei der Kisgruaba im Grosssteg herunter an die Strasse, damit er überhaupt erreichbar ist und vieles mehr. Du hast leider vieles vergessen, z. B. die mit E-Mail am 3. April 2018 versprochene Montage der Steinschlagnetze zwischen den Palisaden. Da zieren nach wie vor die verfaulten, zerbrochenen Holzstämme die Strasse im Bärgwald. Bei den «Downloads» ist anstatt der aktuellen immer noch die alte Finanzplanung 2015–18 aufgeführt usw. usf. Diese Anregungen sind in deinen Augen also keine «konstruktiv-kritischen Beiträge».
Tatsache ist, dass Alfons nicht ­erlaubt wurde, seine Meinung zu ­sagen, dass du auf kritische Meinungen wie mit der Tarantel gestochen reagierst, dass du es bist, der «Andersgläubige» ignoriert, den persönlichen Dialog verweigert und dies gegenüber meinem Bruder Klaus sogar mit sehr beleidigendem, rotzfrechem E-Mail im November 2019 schriftlich getan hast. So viel zu deiner Bemerkung, dass Zuhören und andere Meinungen gelten Lassen zu deinem Beruf gehören. Beruf mag es ja sein, Berufung sicher nicht, denn «a soo chamma nid kutschiara».

Ludwig Schädler,
Spennistrase 43, Triesenberg

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