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Leserbrief

Noch mal S-Bahn

William Gerner, Quellenstrasse 8, Eschen | 2. Dezember 2020

Das Projekt S-Bahn ist von den Stimmberechtigten grossmehrheitlich abgelehnt worden. Dieses Resultat ist ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. Die Politiker müssen jetzt für unsere Verkehrsproblematik andere Lösungen suchen. Von der DU und der DpL, welche das Projekt federführend mit Emotionen und zweifelhaften Argumenten bekämpft haben, habe ich bis heute keine brauchbare und realistische Idee gelesen. Etwas verhindern ist immer leichter als ein Problem lösen. Als Privater darf ich trotzdem immer noch sagen, dass ich den Entscheid falsch finde. Ich glaube nach wie vor, wenn nach der Pandemie die Wirtschaft wieder wächst und die Tunnelspange von Feldkirch eröffnet wird und wir auf unseren Strassen im Stau stehen, dann werden viele nach der Bahn rufen. Nur kostet dann das Projekt viel mehr Geld. Ich glaube nämlich, dass die ÖBB jetzt nur das technisch Notwendige macht. Alles, was uns sonst an der Bahn stört, müssen wir selbst bezahlen. Auch wenn der Vertrag mit der ÖBB ausläuft, können wir die Bahn nicht auflösen, denn sie ist ein Teil der internationalen Strecke. Wir haben keine Narrenfreiheit, denn wir sind wie kein anderes Land auf die Region und das europäische Ausland angewiesen. Wenn jemand die Idee hat, an gleicher Stelle der Bahnlinie eine Strasse zu bauen, finde ich das schon äusserst problematisch. Das wäre dann die Verbindung zwischen den beiden Rheintalautobahnen. Die Lösungsvorschläge kann man jetzt dann sicher in den Wahlprogrammen der DU und DpL lesen, denn Papier ist ja bekanntlich geduldig.


William Gerner,
Quellenstrasse 8, Eschen

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