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Leserbrief

«Organtransport- flüge = Ökologischer Unsinn»?

René Stierli, Stellvertretender Leiter Helikopterbasis Balzers | 2. Dezember 2020

Aufgrund des «Volksblatt»-Beitrags vom 21. November 2020 haben uns wieder etliche sehr positive Rückmeldungen erreicht. Seit vor knapp zwei Jahren ab dem Heliport Balzers der Rettungshelikopter «Christoph Liechtenstein» der AP3-Luftrettung seine Einsätze fliegt, hat sich der Balzner René Pawlitzek, mit ein paar wenigen Gesinnungsgenossen, unter dem Pseudonym «IG Fluglärm» auf die Fahne geschrieben, diese Rettungsflugaktivitäten mit allen ihnen zweckdienlich scheinenden Mitteln zu bekämpfen. Halb- und Unwahrheiten oder völlig aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen Dritter werden auf der Webseite dieser «Fluglärmgegner» veröffentlicht. Mit Direktmailings an Adressaten und mit Klinkenputzer-Hausbesuchen im St. Galler Rheintal versucht dieser Herr Pawlitzek Stimmung gegen den Heliport Balzers und die AP3-Luftrettung zu machen. In einem E-Mail an den Direktor von Swisstransplant, für die «Christoph Liechtenstein» in unregelmässigen Abständen Organe transportiert, von denen meist das Überleben des Empfängers/der Empfängerin abhängig ist, schreibt Pawlitzek: «Diese Transporte sind ökologischer Unsinn.» Nicht, dass diese Aussage von irgendeinem Dummkopf käme. Nein! Sie kommt von einem IT-Professor, Dozent für Informatik, der Interstaatlichen Hochschule für Technik (NTB), Buchs, beziehungsweise Ostschweizer Fachhochschule (OST). Zu ­Beginn seiner Aktivitäten gegen die Rettungsflüge ab Balzers ver­wendete dieser Zeitgenosse, der nicht müde wird, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf seinen Professorentitel hinzuweisen und mit Vehemenz darauf besteht, auch mit diesem Titel angesprochen zu werden, nicht nur auf der Internetseite seiner IG, sondern bei allen seinen Unternehmungen, Absender und sogar Logo seiner Arbeitgeberin NTB Buchs und vermittelte dadurch einem Nichteingeweihten den Eindruck, seine Aktivitäten würden im Namen, zumindest aber in Abstimmung oder mit Duldung der Direktion seiner Arbeitgeberin erfolgen. Dies ist aber nicht der Fall, wie die Direktion der Interstaatlichen Hochschule für Technik NTB, Buchs, dies gegenüber der Betreiberin des Heliports Balzers auf deren Anfrage hin schriftlich bestätigte.
Dass dieser Professor – mit einer solch empathielosen und moralisch fragwürdigen Gesinnung – angehende Ingenieure und Kader der Wirtschaft an einer von mehreren Staaten betriebenen und finanzierten Fachhochschule unterrichtet/unterrichten und ausbilden darf, setzt Fragezeichen.

René Stierli, Stellvertretender Leiter Helikopterbasis Balzers

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