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Leserbrief

Sehr geehrter Herr Jagd- und Wildexperte Seger

Gebi Schurti, Lawenastrasse 12, Triesen (Berufsjäger) Martin Dermon, Im Loch, Schaan... | 30. November 2020

Langsam aber sicher reicht es mit ihren Weisheiten, den Diffamierungen und dem Schlechtmachen der Jagdpächter und Jagdaufseher. Glauben Sie uns, das Letzte, das wir brauchen, sind Ratschläge und Hilfe solcher jagdlicher Anfänger und Alleswisser wie ihnen. Lassen Sie uns unsere Arbeit machen und gehen sie ins Schiesskino, solange Sie wollen. Sollte dann einmal irgendwo Ihre Hilfe benötigt werden, werden sie vielleicht sehen, dass zwischen Theorie und Praxis Welten liegen. Ob man dann im Kino einem flüchtenden Hirschen in die Schlegel schiesst oder auf der realen Jagd, ist halt ein Unterschied (jedenfalls für uns). Auch ist es eine Frechheit, ­ältere Jäger als Verhinderer der ­Abschusspläne zu betiteln. Lieber drei ältere erfahrene als drei junge «Spring ins Feld» ohne jagdliche Praxis. Und jeder Jungjäger, egal welcher Lohnklasse, hat in Liechtenstein, wenn er sich für die Sache interessiert, sich integriert und mithilft, eine Chance, mitzujagen. Wir glauben, dass es auf der Jagd nicht entscheidend ist, wie viel einer verdient, sondern Einstellung und Charakter sind massgebend. Auch ihre Anspielung auf Trophäenjäger ist ­eine Frechheit. Die Liechtensteiner Jagdpächter haben viele Jahre zurück einen sehr hohen Überhang an weiblichem Wild erlegt. Und zu ­ihrer Information: Bei Rotwild und Rehwild haben die weiblichen Tiere keinen Kopfschmuck. Bezüglich ­Abschussplanerfüllung. Nirgends in der grösseren Umgebung wird auf die Fläche bezogen so viel Wild ­erlegt wie bei uns. Und, lieber Herr ­Seger, man kann nur Wild schiessen, das man sieht und das vorhanden ist. Daher vielleicht auch die Unterschiede in den Revieren. Wild ­wandert und stellt sich da ein, wo es will. Und schlechte Abschussplanerfüllung kann auch ein Indiz sein, dass die Reduktion der Wildbestände schon gegriffen hat. Gerne würden wir noch mehr Ihrer haltlosen Unterstellungen kommentieren. Aber es würde den Rahmen dieses Leserbriefes sprengen.


Gebi Schurti, Lawenastrasse 12, Triesen (Berufsjäger)
Martin Dermon, Im Loch, Schaan (Berufsjäger)

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