Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Tunnel rein – Alltag raus

Isabel Fehr, Kleinaktionärin Bergbahnen, Wohnungsbesitzerin Alparosa Malbun, Untere... | 24. Oktober 2020

Wer dem Alltag entfliehen will, fährt gern ins Naherholungsgebiet oberhalb Triesenberg. Dabei spielt es keine Rolle, ob man eher das rheintalseitige Gebiet mit bevorzugt, sich am Steg erfreut oder ­gerne 1600 m ü. d. M. fährt, ins Nah­­erholungs-, Tourismus- und Feriengebiet Malbun.
Es spielt auch keine Rolle, ob man mit dem Postauto, Fahrrad, Mountainbike, Motorrad oder mit einem Auto anreist. «Alltag raus – Tunnel rein», das ist mein Slogan nach einem strengen Tag oder einer intensiven Woche, wenn ich mich auf die Auszeit in Malbun freue.
Das alpenseitige Naherholungsgebiet der Liechtensteiner ist für jeden und jede. Für Jung und Alt; für Unter­länder und Oberländer; für Chaletbesitzer, Wohnungsmieter, Hotel- und Tagesgäste; für Hobby-, Breiten-, Leistungs- und Spitzensportler. Und, es bietet für jeden etwas. Man kann sich spontan mit Freunden zum in einem Restaurant treffen. Oder, man versucht sich in verschiedensten Sportarten – von Langlaufen über Skifahren bis hin zu Wandern, Biken, Eishockey spielen und Schlittschuhlaufen. Auch Rodeln, Schneeschuhwandern und Skitouren kann man. Zu guter Letzt kann man auch einfach einen Spaziergang auf eine der Alpen zu machen.
Für Gleichaltrige ist Malbun selbstverständlich, weil alle im Jugendhaus mindestens eine Wander- und eine Skiwoche erlebten. Sämtliche Kinder des Landes erlernen vor Ort Skifahren oder Langlaufen. Viele Kinder trainieren in einem der sieben Skiclubs oder im Club Nordic. Einige schaffen es in den Skiverband, andere werden später freiwillige Helfer, Trainer oder Funktionäre.
Das Naherholungsgebiet Steg-Malbun ist auch eine wichtige Sportstätte: So konnten unter anderem die EYOFs erfolgreich durchführt werden, auch Special Olympics und Eiskletter-Bewerbe sowie unzählige Kinder- & FIS-Rennen gehören in den Kalender der Sportveranstaltungen, genauso wie der traditionelle LGT Marathon.
Grossartige Botschafter sind unsere erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, die in Malbun ihre ersten Schritte auf Schnee gemacht haben. Alle 10 Olympischen Medaillen ­wurden von alpinen Skirennfahrern ­gewonnen. Sie erlernten in Malbun ­ihren Lieblingssport, lieben das Ski­gebiet heute noch, denn auf diesen Pisten wurde die Grundlage für ihre Erfolge gelegt.
Malbun braucht die Bergbahnen, denn ohne diese kommen nicht nur weniger Einheimische, auch Tages- und Wochentouristen bleiben aus. Als Resultat davon werden weder Hotels noch Restaurants und auch kein Laden und kein Sportgeschäft mehr überleben. Dann wird Malbun wieder zu einem Maiensäss, wie anno dazumal.
Die Orte oberhalb Triesenberg sind Erholungsoasen. Für uns und für Gäste aus nah und fern. Ich hoffe, die Landtagsabgeordneten sehen es wie die Bergbahnen und die Regierung. Ich hoffe auf eine sachliche und nachhaltige Diskussion des Berichtes & Antrags. Es ist unabdingbar, dass dieses dringend benötigte, zinslose Darlehen nicht zum partei- und wahlkampfpolitischen Spielball wird. Denn, in Malbun geht es jetzt um mehr – es geht ums Überleben.

Isabel Fehr, Kleinaktionärin Bergbahnen, Wohnungsbesitzerin Alparosa Malbun, Untere Plessurstrasse 118, Chur

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung