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Leserbrief

Der eine betracht’s der andre verlacht’s, was machts?

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 17. Oktober 2020

Zum Leserbrief von Markus Büchel vom Freitag, den 16. Oktober, im «Volksblatt» («Antwort an Herrn Schädler»). Wenn Sie schon beim zitieren des Titels scheitern …
Nun, nachdem sich Herr Noah Büchel noch einmal geäussert hat und seine Sicht der Dinge neu darlegte, erübrigt sich die Frage, ob aus furchtbar fruchtbar oder umgekehrt in böser Absicht, als Tippfehler oder aus purer Schädlerscher Süffisanz, gar Dummheit wurde.
Der Herr Noah Büchel verweist in seiner «Sorge» um den Planeten auf die UN und auf die NASA. Die UN, ein hochdotierter, erfahrener und deshalb reiselustiger Altherrenverein, dessen Liste des Versagens von der Decke bis an den Boden reicht. Seitdem es ihn gibt, nahmen und nehmen die Probleme auf diesem kleinen blauen runden Kügelchen stetig zu und in keiner seiner vielen Ecken jemals ab. Dann nennt er noch die Messergebnisse der NASA, denen russische und auch andere Erkenntnisse aus kriegsscheuen Vernunftstaaten diametral entgegenstehen.
Sein Rucksack, mit dem er die Welt zu einer besseren verändern will, scheint vollgepackt mit Weisheiten aus Institutionen, die die Wahrheit unter staatlich pecunischer Führsorge für sich gepachtet haben. Menschen lügen manchmal, um ehrlich zu erscheinen. Wenn die Wahrheit «zu gut ist, um wahr zu sein», greifen sie lieber zur Lüge. Das haben Wissenschaftler aus Israel und den USA mit einer Reihe von Experimenten gezeigt. Ihre Versuchspersonen nahmen sogar finanzielle Einbussen in Kauf, um glaubwürdig zu erscheinen, berichten die Forscher im «Journal of Experimental Psychology».
Man und auch Herr Noah Büchel sollten also mit Bedacht an die gedruckten Buchstaben herangehen, will man und vor allem er und seine junge neugierige, sehr «flexibelle» Generation die Welt tatsächlich verändern. Dass er es tun will, ist aber schon einmal gut, er sollte sich aber in Acht nehmen, nicht in die Falle zu tappen, denn Winston Churchill fand heraus: «Um die Welt zu ruinieren genügt es, wenn jeder seine Pflicht tut.»


Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

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