Leserbrief

Wildcamper im Berggebiet

Silvio Bühler, Gruabastrasse 14, Triesenberg | 10. Oktober 2020

Diesbezüglich muss klar zwischen «Camping» und «über Nacht parken» unterschieden werden. Unter «Camping» versteht man, wenn die Markise ausgefahren wird, Stühle und Tische aufgestellt werden, man sich ausbreitet und dadurch viel mehr als nur einen Parkplatz benötigt, das eventuell noch über mehrere Tage. Heute ist jedes Wohnmobil mit WC und Dusche ausgerüstet. Schon viele Jahre gibt es sogenannte «Stellplätze» (ähnlich wie in Malbun geplant) in ganz Europa. Solche Plätze befinden sich in Sommer- und in Wintersportgebieten, in Städten und Dörfern, nahe bei Sehenswürdigkeiten, an Seen und Flüssen usw. Teils sind die Plätze kostenpflichtig, teils gratis. Der Besuch von Restaurants in der Nähe ist – wenn auch nur einmal übernachtet wird – meistens selbstverständlich. Dabei sind nicht nur Wohnmobile mit liechtensteinischem Kennzeichen in Malbun und Steg anzutreffen. Auch viele Camper-Familien aus dem Ausland, kommen zum Wandern und Skifahren zu uns. Und Camping-Gäste auf den Skipisten kaufen bekanntlich auch Tages- und Wochenkarten. Die meisten Camper respektieren die Umwelt, weil diese Menschen gerne in der Natur sind. «Dummköpfe» gibt es natürlich immer und überall. Doch gehören die Camper grossmehrheitlich nicht dazu. Nun kann man sich fragen, ob es derart stört, dass am «Gänglisee» ab und zu Wohnmobile stehen. Müssen in diesem Zusammenhang unbedingt Verbote erlassen werden? Wie es scheint, wird wieder einmal fleissig daran gearbeitet, auch hier alles zu reglementieren. Und dann wundert man sich, wenn der Unmut nicht nur bei den Campern, sondern auch in der schon zur Genüge und immer stärker bevormundeten, hiesigen Bevölkerung wächst. Wie heisst es doch so schön? Wahltag ist Zahltag.

Silvio Bühler, Gruabastrasse 14, Triesenberg

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