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Leserbrief

Land hat schon genügend Baustellen

Alain Frommelt, Im Böschfeld 2 Eschen | 9. Oktober 2020

Zum Artikel «Geldspritze für Bergbahnen Malbun: Verstaatlichung wird zum Thema» in der «Volksblatt»-Ausgabe vom 7. Oktober.
Als ich die Titelseite in der oben genannten Ausgabe gelesen habe, ist mir der Atem stehen geblieben. Beim Luft holen hatte ich dann ein Déjà-vu. Später mehr dazu ...
So funktioniert das nicht! Als hätten wir mit dem Landesspital und dem Radio L nicht schon genügend Baustellen, um nur zwei zu nennen. Ich kenne mindestens ein Dutzend Familien, die ein Häuschen im wunderschönen Malbun haben, die das notwendige Geld aufbringen können bzw. könnten und es nicht einmal merken/spüren würden. Aber lieber die Staatskasse anzapfen, nein plündern, respektive den Steuerzahler melken. Einmal mehr inkompetentes Unternehmertum par excellence – Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Damit ist für ein und allemal Schluss! Die 1,5 Millionen Franken können bzw. könnten viel besser und sinnvoller genutzt bzw. investiert werden, dem eine Sportstätte (Indooranlage) im Tal errichtet wird, die die unterschiedlichsten Sportarten beherbergt (wie zum Beispiel der Skills Park in Winterthur). Diese könnte dann leicht von allen Altersgruppen mit zum Beispiel dem Fahrrad erreicht und das ganz Jahr (unabhängig vom Wetter) genutzt werden. Dabei würden wir nicht nur keinen Lärm produzieren, sondern auch gleichzeitig fast kein CO2 ausstossen. Wieso mit den übermotorisierten Audis und Porsches ins Malbun hochbrüllen, um in aller Ruhe dem defizitären Treiben nachzugehen?
Es gibt nur zwei Möglichkeiten.
Option 1: Verstaatlichen und gleichzeitig das Angebot erweitern (so würden auch die Einnahmen breiter abgestützt). Das heisst, es wird ein Bike-Park gebaut (die Idee ist nicht neu), der die Bahn von April bis Oktober stärker frequentieren lässt.
Option 2: Die ansässigen Familien stellen das notwendige Kapital (Aktienkapitalerhöhung) zur Verfügung respektive investieren in die Bergbahnen Malbun AG und der Staat errichtet im Tal eine Sportstätte, wie oben erwähnt. Weitere Optionen/Möglichkeiten gibt es nicht! Lassen wir doch das Volk entscheiden. Ich bin ganz klar für Option 2, auch der Natur zu Liebe.
Wir haben genügend Geld und genügend Ideen in unserem Land – packen wir es an!
PS: Was Corona betrifft, ist es nicht die Ursache/das Problem … es beschleunigt nur den Prozess. Es gibt genügend Firmen, die noch wirtschaften können und gleichzeitig Gewinne (für Investitionen etc.) produzieren. Das hat mit Unternehmertum zu tun!


Alain Frommelt, Im Böschfeld 2 Eschen

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