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Leserbrief

Fakten statt Hysterie

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 3. Oktober 2020

Die derzeitige Kritik an einem Maskenzwang vonseiten der Schulleitung für «Kindergartenkinder» in Bussen ist nachvollziehbar und viele dürften die Meinung von Familie Aemisegger-Kindle voll und ganz teilen. Es ist ein beschämender Anblick, Kinder zu sehen, die einen Teil ihres Gesichtes mit einem Stofffetzen bedecken müssen, sich nicht mehr ansehen und damit nicht zuletzt ihre Lebensfreude vermissen lassen. Es scheint sich immer mehr ein Gesundheitstotalitarismus auszubreiten. Die Wirksamkeit solcher Massnahmen wird nicht mehr hinterfragt. Kinder müssen über Monate hinweg unter einer dubiosen Angst leben. Die Spätfolgen dieses Traumas dürften sehr lange anhalten. Gebrandmarkt als potenzielle Virusüberträger wird sich ein Vertrauensverlust der Kinder abzeichnen. Kinder, die zum Spielen und Lernen in die Kitas und den Kindergarten kommen, mit einem Abstands- und Maskenfetischismus zu nötigen, schädigt die natürlichen Impulse von Kindern. Erwachsene, die ihr ganzes Verhalten darauf ausrichten, sich vor Viren zu schützen, obwohl mittlerweile bekannt ist, dass ein Gesundheitsrisiko ernsthaft an COVID-19 zu erkranken sehr gering ist, mag ihre Sache sein. Aber bitte, lasst unsere Kinder in Ruhe. Es ist nicht verwerflich, an Hygienemassnahmen festzuhalten. Doch Kindern Malhefte und andere Spielutensilien als Gefahrenquelle nahezulegen, die so gefährlich seien wie ein «todbringendes Gift», basiert auf einer geisteskranken Ideologie. Ich würde es als «Hypochondrie» bezeichnen. Ein Maskenzwang, der Kinder am freien Atmen hindert und zwingt, ausgeatmete Bakterien wieder einzuatmen mit einer Konzentration von Kohlendioxid, gefährdet die physische Gesundheit der Kinder. Alles nur Verschwörungstheorien? Fakt ist, «Kinder sind keine Virenschleuder», so eine Corona-Studie aus Tübingen. «Ihr perfektes Immunsystem wehrt die Viren in der Regel sehr schnell ab, dass sie sich nicht weiter vermehren können.» Eine isländische Studie kommt zu einem ähnlichen Befund. Diese Studien wurden bestätigt und konnten nie widerlegt werden. Was ich und viele Eltern vermissen, ist eine pädagogische Verantwortung unserer Politik. Kindern zu erzählen, sie seien eine Gefahr für Eltern, Ahna, Ehni und ihre Spielkameraden, lässt gerade diese Verantwortung vermissen.


Ulrich Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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