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Leserbrief

Liebe und Respekt

Markus Biedermann, Eggasweg 2, Vaduz | 3. Oktober 2020

Wenn ich heute die Forschung und Wissenschaft in den gängigen Literaturen, Instituten und Universitäten verfolge, dann erkenne ich am Ende der meisten Forschungsergebnisse neue ungeklärte Fragen, die diese Erkenntnisse als temporär erscheinen lassen. Besonders in der Medizin, bei der es ja um uns selbst, unser Leben und unsere Gesundheit geht, sehe ich immer wieder das Problem einer vorwiegend materiellen Vorgehensweise. Man probiert mit Chemie, mit Bestrahlung und mit Operationen den Menschen Heil zu bringen. Die psychische und spirituelle Ebene wird dabei meistens komplett ignoriert. Doch dabei ist gerade in dieser Ebene die hauptsächliche Ursache der meisten gesundheitlichen Probleme zu finden, aber auch deren Lösung.
Erst wenn wir erkennen, dass wir mehr sind als bloss materielle Wesen, können wir spüren, dass wir Teil eines grossen Ganzen sind und können uns bewusst werden, dass wir als Gemeinschaft nur dann den erhofften Frieden und das Wohlergehen für alle erreichen, wenn wir das spirituelle und gefühlte Leben sowie die Liebe dazu als das Wesentlichste erkennen.
Die heutigen Probleme sind eine Kulmination des technokratischen Weltbildes, das uns immer weiter von unserem Ursprung des Seins entfernt, da die Menschen dem Irrtum verfallen, mit technischen Hilfsmitteln alle Probleme in den Griff zu bekommen und dabei immer wieder den gleichen, trügerischen Verhaltensmustern verfallen, in denen Konsum und Kontrolle als Synonyme für Glück und Sicherheit gelten. Das, was momentan passiert, ist ein noch nie da gewesenes Phänomen, das uns in eine neue Zeit der Erkenntnis bringen kann. Die Menschen sollten aufwachen und erkennen, dass es nichts gibt in der Natur, das uns Schaden zufügen will. Es sind immer nur wir selbst und unser Verhalten, das und schaden wird. Meist wird dieses Verhalten provoziert durch Angst und mangelndes Vertrauen an das Gute. Und zurzeit leben viele Menschen genau so und merken nicht, dass sie selbst das Problem sind aufgrund ihres irrationalen Verhaltens.
Lassen wir uns doch wieder ein in ein freudiges, liebevolles und angstfreies Leben mit Nähe, nicht Distanz, Freundlichkeit, nicht Feindschaft, wenn viele dem Wahn verfallen, jeder trüge ein todbringendes Etwas in sich und sei dadurch ein zu meidendes Wesen – lassen wir uns wieder ein in ein Leben in Liebe und Respekt zum Nächsten und zur Umwelt.


Markus Biedermann,
Eggasweg 2, Vaduz

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