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Leserbrief

Bus und Tod

Loretta Federspiel Kieber, Werthsteig 9, Mauren | 3. Oktober 2020

Wegen der Maskenpflicht in Bus und Bahn ging ich wochenlang nur noch zu Fuss oder fuhr mit dem Rad. Danach, zugegeben habe ich die Lage falsch eingeschätzt und zu wenig ernst genommen. Fast jeden Tag sah ich leere Busse wehmütig an mir vorbeifahren, ich vermisste auch die fröhlichen Worte mit dem Chauffeur. Jetzt endlich wieder einmal nach Zürich zu meiner Familie!
Als ich am Sonntag in der «Liewo» das Foto mit der Prominenz sah, Durchlauchten und andere, eine fröhlich lachende Regierungsrätin in der Mitte der Stuhlreihen anlässlich der 30-jährigen Mitgliedschaft bei der UNO, mit hingebungsvollem Ausdruck dem Redner lauschend ohne Abstand und ohne Maske, dachte ich: Gottlob! Wie schön! Und ich nahm es als erlösendes Zeichen für uns Untertanen, es mit der Coronapanik nun doch etwas lockerer zu nehmen. Denn wie man weiss, in der Politik geschieht nichts zufällig. Ein paar Seiten weiter die Lehrlinge mit dem Tuch vor dem Mund, die Nachricht über die lieb- und skrupellosen Massnahmen in Triesen für Kleinkinder im Bus und sonstige boshafte Absurditäten diesbezüglich liessen mich einen Moment lang glauben, dass das zu den letzten Zuckungen eines untergehenden Wahns gehöre.
So stieg ich also am Montagmorgen Richtung Sargans in den Bus. «Maske!», schrie mir der Chauffeur entgegen. Moment! Ich zog mein Mäsk­lein aus einem Rest St. Gallerspitze aus der Tasche und verlangte das Billett. «Ich hatte die Krankheit noch nicht und bin noch nicht immun!», rief der Mann mit sichtlicher Verzweiflung aus und wollte meine Zehnernote nicht entgegennehmen. Er solle doch froh sein, dass er gesund sei, meinte ich. «Zurück!», plärrte er mich an. Allen Vorsätzen zum Trotz wurde ich nun auch wütend. Ich brachte die Busfahrten seit meiner Kindheit und mein Alter und langes Leben ins Spiel – und wurde nun mit einem ganz unfrommen Wunsch überrascht: «Dann soll das besser nicht weitergehen!» Dass ein Buschauffeur mir den Tod wünscht, möchte ich nun gerne an Herrn Frick von der LIEMobil weitergeben. Ich mag den Chauffeur nicht verklagen, sondern klage an: die Medien, die Politik, die Verbreiter von Lügen über diese angebliche «Pandemie», die keine ist, nur ein weiteres Unwort des Jahres, die «Wissenschaftler», die die Menschen nicht aufklären über die wahre Natur (und die Grösse) dieses Virus. Wieder zu Hause höre ich Smetanas Musik «Ma Vlast» – Mein Vaterland – und bete, dass ich es noch erlebe, dass dieser Planet wieder mein Vater- und Mutterland wird.

Loretta Federspiel Kieber,
Werthsteig 9, Mauren

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