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Leserbrief

Angst vor zweiter Welle?

Georg Kieber, Binzastrasse 6, Mauren | 16. September 2020

Viele, ich auch, sind es überdrüssig geworden, zu Corona etwas zu lesen oder zu hören. Ich überwinde mich. Pandemie? Echte Pandemie: Überlastetes Gesundheitswesen, Arztpraxen und Krankenhäuser sind überfüllt. Inszenierte Pandemie: Kurzarbeit in Krankenhäusern, Angstpatienten in Praxen. Konkret: Von März bis Mai haben in Deutschland 1200 Krankenhäuser und 48 300 Arztpraxen Kurzarbeit für 410 000 Beschäftigte angemeldet. Das Spital Vaduz benötigt wegen coronabedingter schlechter Auslastung eine Geldspritze von 1,6 Millionen Franken. Echte Pandemie: Politiker und Ärzte tun alles, um die Menschen zu beruhigen und Ängste abzubauen. Inszenierte Pandemie: Politiker und Medien tun alles, um Angst und Verunsicherung zu verbreiten und die Menschen einzuschüchtern. Unser Gesundheitsminister hat festgestellt, dass bei uns «fast alle Fälle mild verlaufen sind», um uns gleichzeitig wissen zu lassen, dass «er sich Sorgen macht». Ich mache mir auch Sorgen um die «zweite Welle», wenn die schweren psychischen, physischen und wirtschaftlichen Schäden zutage treten, wenn wir uns der Einsamkeit und des einsamen Sterbens alter Menschen bewusst werden und wenn nun die Übergriffe auf Kinder erfolgen. Verstanden sich Medien einst als Wachhunde der Demokratie und der Bürgerrechte, so sind sie heute noch Papagei und Schosshund der Politik. Keine Fragen, aus welchen Quellen Politiker ihr Selbstbewusstsein beziehen, welche unabhängigen Wissenschaftler sie einbeziehen und schon gar keine eigenen Recherchen zu Corona. Dafür früher die tägliche Publikation der Neuinfektionen als Schreckgespenst, mögen diese auch unspektakulär verlaufen, und neu zählen sie jetzt die Tests («Neuer Testhöchststand, 521 Personen liessen sich testen»). Damit soll das Virus mathematisch präsenter und gefährlicher gemacht werden als es ist. Das Lockdown-abtrünnige Schweden verzeichnet seit 23. August keine Coronatoten. In allen europäischen Ländern ist die Zahl der Coronatoten seit April um 99 Prozent gefallen. Wer als Folge davon die Coronamassnahmen hinterfragt, wird von den Medien verunglimpft, sie sind Verschwörungstheoretiker, Coronaleugner (verwerfliche Anspielung auf Holocaust-Leugner), oder halt Covidioten. Die Statistik gebe den «Covidioten» recht, schreibt M. Matuschek, stv. Chefredaktor des «Schweizer Monats», und, wer aufbauend auf den gegebenen Zahlen weitere Lockdowns diskutiere, «ist, pardon, selbst nicht ganz bei Trost».

Georg Kieber, Binzastrasse 6, Mauren

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