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Leserbrief

DU-DpL und S-Bahn: «Besser» als Trump

Sigvard Wohlwend, Fuhraweg 42, Ruggell | 14. August 2020

Heute in der Post ein Flyer der Nein!-nein!-nein!-Sager aus der DU-DpL-Ecke: Der Bahnausbau schade der Umwelt und senke die Lebensqualität der Anwohner. Kulturland werde zerstört. Ach? Aber der Bau von wesentlich breiteren Strassen, wie es die DU-DpL-Betonköpfe fordern, nicht?
Die Arbeitswegkosten würden mit der S-Bahn sozialisiert (also der Staat müsse zahlen), so die Behauptungen weiter. Zack, einmal die Broschüre umgeblättert – in populistischster Manier, besser könnte es nicht mal Trump in so kurzer Zeit ins Gegenteil verdrehen – wollen sie jungen Erwachsenen und Pensionisten das Bus-Abo gratis hinterherschmeissen. Übrigens kann man Gratis-ÖV auch mit der S-Bahn anbieten. Aber, gell, DU-DpL, wir wissen ja: Es ist euch gar kein ernst gemeintes Anliegen, geht bloss um Stimmenfang.
Dass die Asphaltfraktion kein Interesse am Ausbau des ÖV hat – noch nie gehabt hat – belegt folgender Vorschlag in der Broschüre: «Bau von Busbuchten». Aha? Damit die Autos schnell vorbeihuschen können, wenn der Bus hält. Und der Bus noch länger im Stau stecken bleibt und richtig unattraktiv wird.
DU fragt auf Plakaten, warum z. B. die Triesenberger für die S-Bahn zahlen sollten, sie hätten ja nichts davon. Da frage ich: Warum soll ich für den Unterhalt der Strasse in den Triesenberg zahlen? Hab ja nix von. Warum sollen die Schellenberger für den Rheindamm zahlen? Kann ihnen doch Schnurz sein, wenn das Wasser kommt.
Nein, mit solchen Egoisten ist kein Staat zu machen. Und ja: Geben wir uns einen Ruck und investieren in die S-Bahn. Das Projekt ist sicher nicht perfekt, aber ein wichtiger erster Schritt!

Sigvard Wohlwend,
Fuhraweg 42, Ruggell

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