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Leserbrief

S-Bahn versus Digitalisierung

Die Unabhängigen (DU) | 8. August 2020

Während man sich in unserem Nachbarland Schweiz im Herbst dieses Jahres auf Massenentlassungen einstellt und viele Firmen im September ihre Gesuche für die Kurzarbeit erneuern werden, macht man sich in unserem Land keine Gedanken über die anstehende Wirtschaftskrise. Das politische Motto aus den Achtzigerjahren «Uns geht es gut, so soll es bleiben» scheint die Köpfe der Regierenden noch immer zu blockieren.
Nur so kann man nachvollziehen, dass die Realisierung der S-Bahn für den VU-Regierungschefkandidaten Daniel Risch oberste Priorität hat. Er setzt sich ein für eine S-Bahn, die aufgrund der Digitalisierung im Verkehr eigentlich schon jetzt, bevor sie gebaut ist, obsolet ist, denn autonomes Fahren, Elektromobilität und Mobilitäts-Sharing werden immer mehr in den Vordergrund rücken.
Auch das Homeoffice, ein weiterer Teil der Digitalisierung, wird zu einer Verkehrsreduktion führen. Die Jugend hat dies schon längst erkannt und baut ihre Mobilität entsprechend auf. Die S-Bahn geht völlig an den Mobilitätsbedürfnissen unserer Jungen vorbei. Die S-Bahn ist mittelalterliche Eisenbahnromantik.
Wir sollten auf eine Mobilität setzen, die der ländlichen Gegebenheit unseres Landes angepasst ist. Eine Investition in die Mobilität darf auch 70 oder mehr Millionen kosten, aber das Geld sollte keinesfalls in ein Bähnlein investiert werden, das kein Verkehrsproblem löst und 80 % des Landes nicht einmal «ansteuert».
In den kommenden Jahren werden wir uns mit Defiziten im Staatshaushalt und in den Sozialwerken (verursacht durch das Coronavirus) zu befassen haben. Diese Defizite sind nicht enkeltauglich. Anstatt einer S-Bahn sollten wir unseren Kindern und Enkeln einen gesunden Staatshaushalt hinstellen.
Profitiera tuat no d’ÖBB. Darum Nein zur S-Bahn.


Die Unabhängigen (DU)

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