Leserbrief

Wollen wir Liechtensteiner in Zukunft wirklich diesen «Trumpismus» in der Politik?

Mario Bühler, Triesenberg, Donath Oehri, Gamprin, Ewald Ospelt, Vaduz: IG Mobiles... | 30. Juli 2020

Vorweg, der Austausch von Argumenten und Gegenargument und die Arbeit eines Gegenkomitees sind grundsätzlich und im auch im Vorfeld der S-Bahnabstimmung richtig und wichtig.
Wir von der IG Mobiles Liechtenstein und weitere Befürworter haben in den vergangenen Wochen die Sichtweise in verschiedenen Medien in vielfältigster Weise anständig und sachlich vorgebracht.
Das bestehende Gegenkomitee, bei dem nur drei Personen offiziell bekannt gegeben wurden, und die weiteren Gegner haben demgegenüber in den Medien eine Gangart eingelegt, die seinesgleichen in Liechtenstein sucht. Hier wurde das demokratische Mittel, zur offiziellen Abstimmungsempfehlung der Regierung eine andere Meinung aufzuzeigen, so richtig falsch verstanden: Gegenkomitee zu spielen, heisst nicht, jenseits jeglicher erwiesener Faktenlage und somit unter Verbreitung offensichtlicher Unwahrheiten die Bevölkerung in eine fatale Richtung manipulieren zu wollen.
Beleidigen, sich über Personen und Argumente lächerlich machen, gegeneinander ausspielen, Unwahrheiten und Gerüchte streuen, unbequeme Medien mundtot machen, ausgrenzen und bekannt geben, wer sich zum Thema äussern darf und wer nicht (zum Beispiel Pensionisten und Altmandatare haben keine Meinung mehr zu haben), versuchen, Neid und andere niedere Instinkte in der eigenen Bevölkerung durch Angriffe auf benachbarte Staaten zu wecken…
Kommt uns dies nicht alles bestens bekannt vor? Praktiziert dies nicht ganz genau der mächtigste Politiker der Welt? Wenn diese Methoden bei der kommenden Abstimmung zur S-Bahn zum Erfolg führen, werden sie in Zukunft in Liechtenstein bei jedem Thema zur Gewohnheit. Wollen wir Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner diese Art von Politik wirklich?

Mario Bühler, Triesenberg, Donath Oehri, Gamprin, Ewald Ospelt, Vaduz: IG Mobiles Liechtenstein.

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