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Leserbrief

Warum keine Detailplanung?

Manfred Batliner, Eschen Helmuth Büchel, Balzers Mario Bühler, Triesenberg Donath Oehri,... | 9. Juli 2020

Sowohl bei einem Hochbau- als auch bei einem Tiefbauprojekt läuft es bei der Vorlage eines Kreditbetrages zur Volksabstimmung gleich ab. Nehmen wir das Beispiel des Landesspitals. Grundsätzliche Studien zum Projekt lagen vor, und es bestand der eindeutige Wille der Regierung und des Landtages, dass zum Betrag von 65,5 Millionen Franken ein Landesspital gebaut werden soll, und diesen Betrag unterbreitete man dem Volk zur Entscheidung. Aber selbstverständlich ging die Detailplanung dieses komplexen und anspruchsvollen Gebäudes erst nach der erfolgreichen Abstimmung los. Diese Detailplanung muss nicht vom Landtag und auch nicht vom Volk, sondern von den politisch verantwortlichen Exekutiv­organen, den Ämtern und vor allem durch eine Vielzahl unterschiedlichster Fachleute geleistet werden.
Wehe, die Landespolitiker hätten die Detailplanung des Landesspitals bis zur hintersten Besenkammer durchgeplant gehabt und es hätte dann ein Nein vom Volk ergeben? Welche Vorwürfe von Verschwendung von Steuergeldern wären dann von den gleichen Personen ­erhoben worden?
Genau gleich ist es mit dem nun vorliegenden S-Bahnprojekt. Selbstverständlich geht auch bei diesem sehr komplexen Projekt die aufwändige und komplizierte Detailarbeit erst nach der Abstimmung los. Ein Ja zur S-Bahn gibt die Möglichkeit, sofort in eine neue Mobilitäts­zukunft zu starten, anstatt im ­jahrzehntlangen Stillstand zu ­verharren.

Manfred Batliner, Eschen
Helmuth Büchel, Balzers
Mario Bühler, Triesenberg
Donath Oehri, Gamprin
IG Mobiles Liechtenstein

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