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Leserbrief

Wo hat der Bürger die Wahl?

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen,... | 9. Juli 2020

Unter dem Deckmantel der Information manipuliert die Regierung wieder mal Ihr Volk. Wie schon beim Spital gibt es schon im Vorhinein keine Alternativen. Auf dem Stimmzettel dann auch nicht. Wir sollen nicht wählen, sondern Ja sagen. Und wer Nein sagt, ist dann ein Blockierer. Beim Spital konnte nur Ja gesagt werden. Weder Standort noch Grös­se oder Ausführung standen zur Wahl. Ja heisst dann: Spital an ungeeigneter Stelle und Grösse und Ausführung, so wie es die Regierung will. Als Überraschung quasi. Wo hatte da der Bürger eine Wahl?
Jetzt beim angeblichen tollsten Verkehrskonzept, dass nie wiedekommt, ist es genau gleich. Die Regierung stellt nicht Konzepte zur Wahl, sondern liefert ein Konzept (Vorrang Bahn, 71,3 Millionen Franken Baukosten, plus über 2 Millionen Betriebskosten jährlich) für circa 280 Fahrgästependler heute.
Wer Ja sagt, ist regierungskonform und wird die Enkel mit Kosten und Fehlinvestitionen belasten. Wie schon mit dem Spital. Wer Nein sagt, ist ein Blockierer. Wirkliche Vorschläge und Alternativen werden bei beiden zur Volksabstimmung vorgebrachten Themen nicht gemacht. Weder im Vorfeld bei der angeblichen Information (Manipulation) noch auf dem Wahlzettel.
Aus diesem Grund kann das Volk gar nicht wählen. Es kann nur Nein sagen. Doch das Neinsagen ist dann blockieren, obwohl doch fast jeder Liechtensteiner weiss, dass im Stras­sen­verkehr der VCL und andere seit Jahrzehnten blockieren. Und das bei 120 000 täglichen Grenzübertritten. Wann begreift die Regierung, dass sie mündige Bürger und sie so auch zu behandeln hat?

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen, Allgemeinmedizin und Sozialmedizin, Rätikonstr. 37, Vaduz

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