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Leserbrief

Richtigstellungen des Gemeinderates

Vorsteher Christoph Beck im Namen des Triesenberger Gemeinderates, ausgenommen Gertrud... | 8. Juli 2020

Verschiedene Leserbriefe zum Umbau des Eingangsbereichs des Walsermuseums enthalten Halbwahrheiten und falsche Aussagen, die es richtigzustellen gilt.
Was will der Triesenberger Gemeinderat? Er will Umbauten machen, um zumindest den Personenschutz im Brandfall zu gewährleisten. Er will die postalische Grundversorgung für die Triesenberger Bevölkerung langfristig sichern. Er will die Betreuung des Walsermuseums und eine Auskunftsstelle für Gäste erhalten und durch attraktivere Öffnungszeiten die Situation verbessern. Er will die Baumgebilde an einem alternativen Standort ausstellen.
Der Gemeinderat wurde bereits im April informiert, dass die Liechtensteinische Post AG eine Post­partnerschaft anstrebt, um die postalische Grundversorgung in Triesenberg zu gewährleisten. Die Postpartnerschaft werde unabhängig vom Standort realisiert. Der ­Gemeinderat war also von Beginn an informiert und involviert.
Um sich ein Bild des Zustands der Liegenschaften im Dorfzentrum zu machen, hat der Gemeinderat diese am 19. Mai besichtigt. Dabei wurde festgestellt, dass ein grösserer Umbau beim Museumsgebäude notwendig ist, um den Personenschutz im Brandfall zu gewährleisten. Kritikern wird empfohlen, sich die prekäre Situation im Multivisionsraum und im Walsermuesum in Sachen Brandschutz erklären zu lassen.
Beim in den Leserbriefen erwähnten Vertrag vom 18. Juni handelt es sich um eine Vereinbarung ­zwischen der Post und Ramona Schwarz, Papeterie mit Herz, in der die geplante Einrichtung einer Postpartnerschaft geregelt wird. Dieser Vertrag ist völlig unabhängig vom Standort und die Gemeinde ist hier in keiner Art und Weise Vertragspartei.
Das «Juwel» Walsermuseum hat mit stark rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen. Waren es ursprünglich rund 6000 Besucher, sind es heute gerade mal 1300 pro Jahr. Ein Grossteil davon sind Gruppenführungen. Nur wenige Einheimische besuchen unser Museum pro Jahr. Das sind jeweils die fünfte Klasse Primarschule und die Jungbürger. Eine Ausstellung einzigartiger Exponate der umfangreichen Kulturgütersammlung der Gemeinde vermittelt keine Walserkultur, wenn sie sich niemand anschaut. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass hier neue Wege beschritten werden müssen. Aktuelle Sonderausstellungen und auch die attraktiveren Öffnungszeiten sind ein Mittel, mit denen eine Trendwende erreicht werden kann.
Die Vermittlung unserer Walsergeschichte ist zentral und im Leitbild verankert.
Die Baumgebilde des Künstlers Rudolf Schädler verschwinden nicht im Archiv. Der Wurzelraum wird nicht zerstört und Wurzeln sind auch noch nicht eingepackt. Im Walsermuseum und weiteren adäquaten Räumlichkeiten werden die Baumgebilde weiterhin für die Bevölkerung zugänglich sein.
Wer sich ein Bild von der Person Rudolf Schädler machen will, kann dies unter www.historisches-lexikon.li.
Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile hat sich der Gemeinderat an der Sitzung vom 30. Juni 2020 für den jetzigen Standort bei der Postfiliale und dem Eingang zum Walsermuseum entschieden. Einerseits sind hier sowiso Umbauten notwendig, um zumindest den Personenschutz im Brandfall zu gewährleisten und andererseits wird so die Betreuung des Walsermuseums und Tourismusinformation gesichert. Gleichzeitig wird der Fortbestand eines Dienstleitungsangebots im Dorfzentrum unterstützt.
Damit ist alles gesagt. Wer sich seriös informieren will, wendet sich an die Mitglieder des Gemeinderats, die kompetent und inhaltlich korrekt Auskunft geben können.

Vorsteher Christoph Beck im Namen des Triesenberger Gemeinderates, ausgenommen Gertrud Vogt.

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