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Leserbrief

Einbezug der Bevölkerung?

Klaus Schädler, Hagstrasse 12, Triesenberg | 4. Juli 2020

Immer wieder betont der Triesenberger Gemeindevorsteher, dass die Bevölkerung in Entwicklungsprozesse einbezogen werde. So das nächste Mal am Samstag, den 3. Oktober, beim «zweiten Dorfcafé». Dort soll diskutiert werden, wie es in Bezug auf die Dorfzentrum­serweiterung weitergeht. Bis dahin ist aber der «Hase» bereits gelaufen. Der Gemeinderat hat nämlich in dieser Woche bereits entschieden, dass der zum Walser Heimatmuseum gehörende, prächtige Wurzel-Raum mit Kunstwerken von Rudolf Schädler sel. abgebrochen und die Wurzel-Plastiken im Archiv verstaut werden. Dies entgegen dem bei der Dorfzentrumseröffnung von der Gemeinde Triesenberg an Rudolf Schädler abgegebenen Versprechen, den Wurzelraum «auf ewige Zeiten» zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich zur Demontage des prächtigen Wurzelraumes wird laut Gemeinderatsbeschluss auch der Eingangsbereich des Museums für den Papeterie- und Postbetrieb umgebaut. Dass der Gemeindevorsteher den Vertrag mit der Papeteriebetreiberin und der Post ohne Einbezug des Gemeinderates schon am 18. Juni unterzeichnet hat, zeigt, was der Vorsteher unter «Einbezug der Bevölkerung» respektive des Gemeinderates versteht. Das stört aber offenbar die Gemeinderäte nicht. Sie hatten bei der letzten Sitzung lediglich zu nicken, und das taten sie, einstimmig. Für den ersten Teil-Abbruch des Walser Heimatmuseums wurden 204 500 Fraken (+/- 20 Prozent) genehmigt. Bevor sich nun am 3. Oktober 2020 ein Teil der interessierten Bevölkerung beim zweiten «Dorfcafé» trifft, sind die Weichen für den Abbruch des Walser-Heimatmuseums so gut wie gestellt. Diese Vorgehensweise verstehen Vorsteher und Gemeinderat offenbar unter «Einbezug der Bevölkerung».

Klaus Schädler, Hagstrasse 12, Triesenberg

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