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Leserbrief

S-Bahn und AHV

Thomas Rehak, Gegenkomitee «S-Bahn Nein» | 26. Juni 2020

Die «IG Mobiles Liechtenstein» meint, wenn man 100 Millionen Franken für unsere Senioren in die AVH zahle, müsse man auch 71 Millionen Franken für die junge Generation investieren.
Zuerst zu den 100 Mio. Fr. für «unsere Senioren»: Die AHV ist sicher, viel sicherer, als es die Sozialwerke in den Nachbarländern sind. Trotzdem muss die AHV insbesondere wegen der hohen Auslandsverpflichtung stabilisiert werden, ansonsten wird die Finanzierung ab 2050 tatsächlich problematisch. Im Jahr 2019 betrugen die Rentenauszahlungen 304 Mio. Franken. Die geplanten 100 Mio. Fr. reichen derzeit gerade für 120 Tage. Zudem sind diese 100 Mio. Fr. nicht für unsere heutigen Rentner gedacht, sondern für die zukünftigen Rentnergenerationen, von welchen mehr als 50 Prozent im Ausland wohnen werden. Von diesen 100 Mio. Fr. wird also ein stattlicher Teil ins Ausland exportiert werden. Die heutigen Rentner werden von den 100 Mio. Fr. nichts haben, denn eine Renten-erhöhung ist mit diesem Geld nicht geplant.
Dann geben die Regierung und die «IG Mobiles Liechtenstein» vor, die 71 Mio. Fr. der S-Bahn für die Kinder und die Jugend zu investieren. Zutreffend ist jedoch, dass diese 71 Mio. Fr. plus jährliche Zusatzkosten von geschätzten 2 Mio. Fr. vor allem den Pendlern zugutekommen, deren Arbeitsweg der liechtensteinische Steuerzahler zukünftig zum grossen Teil zahlen soll. Dazu kommt, dass unsere Kinder und Enkel nicht gefragt wurden, ob das Geld in ihrem Sinn investiert wird. Die «IG Mobiles Liechtenstein» benutzt unsere Jugend für ihr Anliegen, die Kosten für den Arbeitsweg der Pendler zu sozialisieren. Deshalb Nein zur S-Bahn.

Thomas Rehak,
Gegenkomitee «S-Bahn Nein»

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