Leserbrief

Verängstigte Jungvögel im Nistkasten

Rainer Kühnis, Schalunstrasse 9, Vaduz | 24. Juni 2020

Antwort auf den Leserbrief von Herrn Ritter («Volksblatt» vom 22. Juni 2020):
Sehr geehrter Herr Ritter
In Ihrer Antwort auf meinen Leserbrief betreffend «Volksblatt»-Leserfoto vom 18. Juni 2020 schreiben Sie über Neid, Unfähigkeit der Fotografie und moderne Technik. Das ist so weit in Ordnung, denn das gehört Gott sei Dank zur Meinungsfreiheit. Da Sie mich in Ihrem Leserbrief namentlich erwähnen, würde ich nun gerne von Ihnen erfahren, um welche Fototechnik es sich genau gehandelt hat, mit der die verängstigten Kohlmeisen im Brutkasten aufgenommen wurden?
Ich persönlich kenne kein Hightech-Gerät, das einen von Natur aus stockdunklen Nistkasten- oder Bruthöhleninnenraum so hell ausleuchtet, dass man nicht einmal mehr Schatten erkennen kann, ohne den Kasten öffnen zu müssen. Auch sind mir keine Wildtierkameras bekannt, die auf so eine kurze Distanz scharf stellen können und das noch in Farbe. Und für ein Endoskopbild fehlt beim Leserfoto die dafür übliche Verzerrung.
Bei den Jungvögeln sieht man beim Vergrössern des Bildes jeweils drei Lichtpunkte in den Augen. Stammen diese eventuell von einer Videokamera mit einem Zangenblitz? Ist das die moderne Technik?
Ganz unabhängig davon drücken sich die jungen Kohlmeisen wohl kaum aus Freude in die Nestmulde. Man kann vieles schönreden, aber Fotos von gestressten und verängstigten Jungvögeln vermisst nun wirklich niemand. Technik hin oder her.

Rainer Kühnis,
Schalunstrasse 9, Vaduz

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