Leserbrief

Arbeitsplätze, Lehrstellen erhalten und Altersvorsorge sichern!

Wolfgang Hilti, Boja 41, Eschen | 24. Juni 2020

Am Montag, den 15. Juni, wurde noch auf der Frontseite vom «Volksblatt» in grossen Lettern zur Solidarität mit dem liechtensteinischen Handel aufgefordert. Auf der dritten Seite appellierte die Gewerbekammer an die Treue der Bevölkerung zu den einheimischen Geschäften.
Am Mittwoch, den 17. Juni, klebte unübersehbar ein Flyer auf der Frontseite des «Volksblatts»: «Die besten Angebote (mit Rabatten von 25 bis 30 Prozent) für unsere Schweizer und Liechtensteiner Nachbarn: Interspar Vorarlberg».
Fahren Sie ruhig nach Österreich oder Deutschland, um dort billiger einzukaufen. Aber beklagen Sie sich dann nicht, wenn Ihr Unternehmen Ihren Arbeitsplatz wegrationalisiert oder ins billigere Osteuropa verschiebt.
Die Medien in Liechtenstein (Tageszeitungen wie «Volksblatt» und «Vaterland», Wochenzeitungen wie die «Liewo» wie aber auch Radio Liechtenstein) leben doch grösstenteils durch Inserate und Schaltungen von liechtensteinischem Gewerbe und Industrie sowie auch von sehr grossen finanziellen Zuschüssen durch den Staat! Wäre es hier nicht mehr als angebracht, sich für den liechtensteinischen Handel und das Gewerbe vermehrt einzusetzen, um dessen Überleben zu unterstützen? Es wäre bedauerlich, wenn die vielgerühmte Solidarität – #zemmaheba – während der Coronazeit so schnell wieder verpuffen würde. Müssen doch durch die Mehrwertsteuer und andere steuerliche Abgaben die Altersvorsorge und weitere soziale Institutionen durch die Gewerbetreibenden und Unternehmen auch für jene Leute aufkommen, die ihr Geld lieber im Ausland ausgeben.

Wolfgang Hilti,
Boja 41, Eschen

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