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Leserbrief

Wenn’s an der Maske scheitert

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 24. Juni 2020

Nachdem der Verkehrsbetrieb LIECHTENSTEINmobil (LIEmobil) zu 100 Prozent dem Land Liechtenstein gehört, fordere ich die Regierung auf, Kundenfreundlichkeitssupport zu leisten. Es scheint, dass die geschäftsführenden Personen diesbezüglich unterstützt werden sollten. Warum?
Seit kurzem ist es aufgrund der Coronalockerungen wieder möglich, den Fahrschein direkt beim Chauffeur zu lösen. Eigentlich eine freudige Tatsache in Richtung Normalität. Wenn da nicht ein Aber wäre. Diese Lockerung trifft nur für diejenigen Personen zu, die beim Ticketlösen eine Maske tragen. Andernfalls wird der Fahrscheinverkauf verweigert, was zur Folge hat, nicht mitfahren zu dürfen.
Hatte die LIEmobil nicht genügend Zeit, sich auf diesen Moment vorzubereiten? Andere Berufsgruppen mussten sich innert Kürze organisieren. Wie kann diese Vorgehensweise mit der Tatsache vereinbart werden, dass in den öffentlichen Verkehrsmitteln keine Maskenpflicht galt bzw. gilt. Nicht einmal in den vollgepferchten Schulbussen! Lüftungen sorgen in diesen Bussen zwar für ein erträgliches Raumklima, wirbeln jedoch die Luft in diesem Raum durcheinander, in dem sich auch der Fahrer befindet.
Damit zahlungswilligen Fahrgästen die Mitfahrt aus zuvor genanntem Grund nicht mehr verweigert werden muss, fordere ich die Regierung auf, die LIEmobil-Busse mit Masken zu bestücken. Dann gibt es nötigenfalls ein Ticket inkl. Maske. Anstatt nicht mitfahren zu dürfen, wäre der LIEmobil-Kunde in diesem Moment vermutlich sogar gewillt, ein paar Rappen für eine solche Maske zu bezahlen. Dazu könnten diejenigen Masken, welche kostenlos an die Schüler abgegeben wurden und mehrheitlich nicht genutzt wurden, umverteilt werden. Und dann gäbe es noch eine pragmatische Lösung – z. B. das T-Shirt, die Jacke während dieses kurzen Aktes über den Nasen-Mund-Bereich hochziehen. Vermutlich ist diese Alternative nicht nachteiliger, da es sich lediglich um Hygienemasken handelt. Leben wir wirklich in einer modernen Welt?

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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